Sa, 16. Dezember 2017

Grazer Kunsthaus

02.03.2016 14:46

Barbara Steiner ist die neue Leiterin

Das Grazer Kunsthaus hat eine neue Leitung: Barbara Steiner, 51, Kunsthistorikerin und freie Kuratorin aus Niederösterreich. Die Nachfolgerin von Peter Pakesch, die ihr Amt am 1. Juli antritt, verfügt über einen starken Graz-Bezug, ein spannendes internationales Netzwerk und jede Menge Enthusiasmus.

Die "Persönlichkeit, mit der das Grazer Kunsthaus in eine gute Zukunft geführt wird", wie Kulturlandesrat Christian Buchmann bei der Vorstellung der neuen Kunsthaus-Chefin Barbara Steiner betonte, ist gefunden. Eine externe Jury mit Sprecherin Stella Rollig und die Findungkskommission einigten sich trotz hochkarätiger Auswahl auf die 51-jährige Kunsthistorikerin, Kuratorin, Autorin und Herausgeberin.

Starker Graz-Bezug
Der Graz-Bezug von Steiner geht zurück bis 1979, damals begann ihre künstlerische Ausbildung an der Ortweinschule unter Richard Kriesche und Peter Gerwin Hoffmann. Später wechselte sie nach Wien, wo sie Kunstgeschichte studierte und über die "Ideologie des weißen Ausstellungsraumes" dissertierte.

Große Freude über Bestellung
Bis heute ist Barbara Steiner Graz verbunden, war immer wieder hier, um sich Ausstellungen anzuschauen und ist besonders begeistert von der aktuellen Präsentation "Musik zähmt die Bestie" von Constantin Luser in ihrer künftigen Wirkungsstätte. "Die frühen 1980er-Jahre waren für mich in Graz eine extrem wichtige Zeit, in der nicht nur mein Verständnis von Kunst radikal ausgeweitet wurde" erklärte sie anlässlich ihrer Vorstellung. Und setzt hinzu: "Ich freue mich riesig."

Spannende Region mit großem Potenzial
"Graz hat ein großartiges kulturelles Erbe mit viel Potenzial und es liegt im Zentrum einer spannenden Region, die mich immer schon fasziniert hat" erklärt Steiner ihren Enthusiasmus für die Stadt. Und auch das Universalmuseum Joanneum begeistert sie. Eines ihrer Ziele ist die verstärkte Kooperation mit den verschiedenen Abteilungen.

Ausbrechen aus dem engen Kunstraum
Über ihr Programm will und kann sie noch nichts verraten, aber die lebendige Kunst-Geschichte von Graz seit den 1960er-Jahren in Verbindung mit dem Trigon-Raum, der "Grazer Schule" in der Architektur und in Bezug zu gegenwärtigen Positionen ist ihr wichtig. So wie auch das Ausbrechen aus dem engen Kunstraum in der Tradition des Grazer Kreativ-Teams "pool" (Stichwort: Humanic-Werbespots").

Damit entspricht sie eigentlich allen Anforderungen im von Kulturstadträtin Lisa Rücker und Landesrat Buchmann geschärften Kunsthaus-Leitbild.

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