Fr, 24. November 2017

„Wollen nette Jungs“

02.12.2015 13:30

Wolff hat genug von Dauerzwist Hamilton-Rosberg

Im Formel-1-Dauerduell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg hat Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor weiteren Spannungen zwischen seinen Piloten gewarnt. "Ich glaube, dass das Team stärker denn je ist. Wir haben eine riesige Geschlossenheit innerhalb des Teams, aber die schwierige Beziehung der Fahrer ist eine unserer Schwachstellen. Und das ist nicht gut", sagte Wolff "motorsport.com". Im Video oben sehen Sie, wie sich Mercedes - mit Hamilton als DJ - selbst feiert.

Die Dauerfehde zwischen dem britischen Weltmeister und seinem wieder einmal geschlagenen deutschen Stallrivalen strahle bisweilen auch auf das Team ab, dürfe aber den Betriebsfrieden nicht gefährden. Die größte Stärke von Mercedes liege in der Qualität der Charaktere innerhalb der Crew, betonte Wolff drei Tage nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi. "Die größte Schwachstelle ist die Dynamik in der Beziehung zwischen den Fahrern - und manchmal zwischen den Fahrern und dem Team."

Ständige Eskalationen
Seit 2013 bilden Hamilton und Rosberg die Silberpfeil-Fahrerpaarung. Angesichts des wachsenden Konkurrenzkampfs ist es zwischen den beiden Piloten immer wieder zu Eskalationen auf und auch abseits der Strecke gekommen. Das Verhältnis der einstigen Freunde ist längst extrem unterkühlt.

"Ich denke, Weltmeister klingt um vieles besser als Rennsieger", hatte etwa Hamilton nach dem letzten Grand Prix am Sonntag auf die Frage geantwortet, welcher der beiden Mercedes-Piloten mit einem besseren Gefühl in den Winter gehe, nachdem er zum dritten Mal in Serie von Rosberg geschlagen worden war.

Nach den Rennen sei immer einer der Fahrer verärgert, erläuterte Wolff weiter. "Und das schwappt auf das Team über. Das muss ein Ende haben", stellte der 43-jährige Wiener klar. So hatte sich zum Beispiel Hamilton in Abu Dhabi zum wiederholten Male über die Rennstrategie beschwert.

"Wollen nette Jungs"
"Es ist wichtig, talentierte und schnelle Fahrer im Auto zu haben. Aber wir wollen mit netten Jungs arbeiten", schickte Wolff eine Warnung an sein zerstrittenes Duo. Hinter geschlossenen Türen brauchte es den Motorsportchef auch in dieser Saison ein ums andere mal als Mediator zwischen Hamilton und Rosberg.

Die Entscheidung für zwei ebenbürtige Fahrer sei vor drei Jahren "sehr bewusst" getroffen worden, erinnerte Wolff, um "den Rennstall schneller und besser vorankommen zu lassen". Künftig werde man überlegen, ob dies die "beste Aufstellung" für das Team sei. "Persönlichkeit und Charakter innerhalb des Rennstalls sind ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg des Teams." Hamilton hat einen Vertrag bis 2018, Rosberg ist auch langfristig gebunden.

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