So, 17. Dezember 2017

1100 km/h schnell

26.08.2015 10:02

Hightech-Zug Hyperloop: Teststrecke kommt 2016

Die Vision von Tesla- und SpaceX-Boss Elon Musk, in fast luftleeren Röhren mit Schallgeschwindigkeit mit dem Zug zu reisen, könnte schneller Realität werden als bei der Präsentation der Idee vor zwei Jahren gedacht. Schon 2016 will Musk gemeinsam mit Partnern eine fünf Kilometer lange Teststrecke für den Hightech-Zug bauen.

Die Teststrecke soll im kalifornischen San Joaquin Valley von einem Konsortium errichtet werden, dem unter anderem Experten angehören, die am Bau des Teilchenbeschleunigers des Schweizer Forschungsinstituts CERN beteiligt waren, berichtet die Wirtschaftszeitung "International Business Times".

Mehr als 400 Spezialisten sollen in das Projekt involviert sein – viele von ihnen sind Ingenieure, etwa bei der NASA, Boeing, Airbus oder Musks Raumfahrtfirma SpaceX.

Testbetrieb könnte bereits 2019 starten
Noch gilt es, zahlreiche technologische Hürden zu nehmen. Musk und sein Team hoffen aber, bereits 2019 den Testbetrieb auf der Strecke in Kalifornien aufnehmen zu können. Geht alles klar, befördert der Hightech-Zug Hyperloop Güter und Passagiere in einer Röhre, in der ein Teilvakuum herrscht, mit Geschwindigkeiten jenseits der 1100 Kilometer pro Stunde. Das ist fast Schallgeschwindigkeit.

Trotz der hohen Geschwindigkeiten soll der Hyperloop-Zug "erstaunlich" wenig Energie benötigen, erklärt einer der am Bau der Teststrecke beteiligten Ingenieure im Gespräch mit dem IT-Magazin "Wired". Der Energiebedarf der Teststrecke soll zur Gänze mit Solarenergie gedeckt werden.

Technische Herausforderungen durch Teilvakuum
Der Grund für die enorm hohen Geschwindigkeiten, die Musks auf Luftkissen fahrender Hyperloop-Zug erreichen soll, ist das weitgehende Fehlen des Luftwiderstands in den Röhren, in denen der Zug verkehren soll. Allerdings sorgt dieser Umstand auch für neue Herausforderungen. Die Garnituren müssen mit Systemen ausgestattet werden, die den Kabinendruck aufrechterhalten und für Luftzufuhr sorgen, während um sie herum ein Teilvakuum herrscht.

Und auch andere Probleme wie etwa die Sicherheitssysteme sind noch ungelöst. Ein Architekt der Teststrecke erklärt: "Sobald die Plausibilität der Sache gesichert ist, und in diesem Stadium sind wir bereits, wird es wie jedes andere Projekt. Wo liegen die Gefahren? Was machen wir, wenn es einen Notfall gibt? Wie bringen wir einige dieser Geräte in Gang? Das sind die die schweren Dinge, die zu fragen man nun anfängt."

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