Mi, 22. November 2017

Coups in Tirol

11.08.2015 07:27

Zwei Überfälle auf Tankstellen in nur einer Nacht

In beiden Fällen waren es junge Männer, in beiden Fällen war eine Pistole im Spiel - doch offenbar war es nur ein Zufall, dass in der Nacht auf Montag gleich zwei Tiroler Tankstellen ins Visier von Räubern gerieten. Weil den Tätern zu Fuß die Flucht gelang, hofft die Polizei unter anderem auf die Überwachungsaufnahmen.

Fall eins in Innsbruck: Der mit einer schwarzen Sturmhaube maskierte Täter betrat gegen 22.35 Uhr den Verkaufsraum der ENI-Tankstelle am Mitterweg. "Auf Deutsch, aber laut der Angestellten mit einem unbestimmten Akzent, forderte er die Herausgabe von Geld", schildert Albert Maurer, Ermittler des Landeskriminalamts.

Die geschockte Mitarbeiterin - sie war zu diesem Zeitpunkt allein im Raum - musste das Geld in eine vom Täter mitgebrachte blaue Stofftasche stopfen. Danach flüchtete der Mann zu Fuß an den Staubsaugerautomaten vorbei in Richtung Norden. Beschreibung: 1,75 bis 1,80 Meter groß, athletische Figur, dunkle Hose und olivgrünes Leibchen. Maskiert war der Mann mit einem gemusterten Tuch. Schon im Oktober war die ENI-Tankstelle von einem einzelnen maskierten Mann überfallen worden. "Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft", sagt Maurer.

Fall zwei in Wörgl: Nur fünfeinhalb Stunden später, gegen 5.10 Uhr, tauchte ein Räuber bei der OMV-Tankstelle an der östlichen Stadteinfahrt von Wörgl auf. "Er kam durch die Hintertür und ging in ein Büro, wo ein Angestellter saß. Der Täter bedrohte den Mitarbeiter mit einem Revolver. Er sprach einheimischen Dialekt", sagt Ermittler Maurer. Mit einem - wie in Innsbruck - eher geringen Bargeldbetrag ergriff der Täter zu Fuß die Flucht.

Die Beschreibung: 1,75 bis 1,80 Meter groß, dunkle Oberbekleidung und schwarze Jogginghose. Die Statur des Räubers beschrieb der Angestellte als kräftig bis korpulent. Auch hier gibt es Aufnahmen der Überwachungskamera, die aber weniger aussagekräftig als jene in Innsbruck sind. Beim Landeskriminalamt glaubt man nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen den rund 60 Kilometer entfernten Tatorten gibt - eher war es wohl Zufall.

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