Fr, 15. Dezember 2017

Bei Copa-Finale

05.07.2015 11:15

Messis Familie attackiert: Geschlagen, angespuckt!

Skandal rund um die Copa America! Chile hat erstmals in der 99-jährigen Bewerbsgeschichte den Titel geholt. Der Gastgeber setzte sich im Endspiel von Santiago de Chile gegen Argentinien Samstagnacht mit 4:1 im Elfmeterschießen durch. Nach 90 Minuten und Verlängerung war kein Tor gefallen. Argentinien muss damit weiter auf den ersten großen Titel seit 1993 warten. Doch während der 90 Minuten spielten sich angeblich wilde Szenen ab: Lionel Messis Bruder soll geschlagen worden sein, seine Familie wurde angespuckt und angepöbelt und musste in einer TV-Kabine Unterschlupf suchen.

Nach einem Foul von Marelo Diaz an Lionel Messi kurz vor der Pause soll auf der Tribüne der Wahnsinn begonnen haben: Lionels Bruder Rodrigo habe einen Faustschlag in den Nacken kassiert, zudem soll er von einem Wurfgeschoss getroffen worden sein. Die Eltern des Superstars sowie zwei Neffen sollen von mehreren Fans angepöbelt, gestoßen und angespuckt worden sein.

Von einer Fernsehkabine aus verfolgte die Familie dann die zweite Hälfte mit und sah, wie ihr Held am Titel vorbeischrammte:

Im Elfer-Krimi verwertete bei Argentinien nur Messi. Gonzalo Higuain drosch den Ball über das Gehäuse, Ever Banega scheiterte am chilenischen Keeper Claudio Bravo. Bei den vom Argentinier Jorge Sampaoli trainierten Chilenen trafen hingegen alle Schützen. Argentinien ging damit im zweiten Endspiel nach dem WM-Finale 2014 in Brasilien (0:1 n.V. gegen Deutschland) als Verlierer vom Spielfeld.

Die Partie startete vor über 45.000 Zuschauern im ganz in rot gehüllte Nationalstadion vielversprechend und mit hohem Tempo. Argentiniens Torhüter Sergio Romero war bei einem Schuss von Arturo Vidal auf dem Posten (11.), auf der Gegenseite stand Bravo bei einem Aguero-Kopfball goldrichtig (20.). Die Argentinier mussten nach nicht einmal einer halben Stunde aber den verletzten Angel di Maria vorgeben, für ihn kam Ezequiel Lavezzi.

Messi kann nicht überzeugen
Beide Mannschaften schafften es mit Fortdauer der Partie jedoch kaum noch, klare Torchancen herauszuarbeiten. Auch Messi präsentierte sich nicht wie von den Gäste-Fans erhofft. Der Superstar konnte seine Stärken gegen die kampfkräftigen Chilenen nur selten ausspielen und beendete die Südamerika-Meisterschaft mit nur einem aus einem Elfmeter resultierenden Treffer.

In der zweiten Spielhälfte flachte das spielerische Niveau der Partie weiter ab, die Akteure agierten auch ruppiger. Chiles Topstürmer Alexis Sanchez setzte einen Volley neben das Tor (82.), Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit traf der eingewechselte Higuain nach einem Gegenstoß über Messi das Außennetz. In der Verlängerung fand Sanchez die beste Möglichkeit vor (105.), ehe die Entscheidung vom Elferpunkt fallen musste.

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