Di, 17. Oktober 2017

Freude auf den GP

18.06.2015 20:53

Hamilton: „Wusste nicht, wie schön Spielberg ist“

Lewis Hamilton hat am Wochenende seinen ersten Grand-Prix-Sieg in Österreich im Visier. Die Strecke in Spielberg fasziniert den Formel-1-Weltmeister, seit er sie in seiner Jugend auf dem Computer gefahren ist. Im Vorjahr hatte sich der Mercedes-Star nach einem verpatzten Qualifying noch hinter seinem Stallrivalen Nico Rosberg mit Platz zwei zufriedengeben müssen. Diesmal will er zurückschlagen.

"Es ist eine aufregende Aufgabe für mich", erklärte Hamilton am Donnerstag in Spielberg. "Als ich aufgewachsen bin, habe ich Computer gespielt mit diesem Kurs. Es war immer eine meiner Lieblingsstrecken, aber ich habe nie in echt darauf fahren können." Der Engländer ist seit 2007 in der Königsklasse tätig. Von 2004 bis 2013 stand der Grand Prix von Österreich aber nicht im Kalender.

"Bin begeistert"
"Daher bin ich begeistert, hierherzukommen", sagte Hamilton. "Was ich bis zum vergangenen Jahr aber nicht gewusst habe, ist, wie schön es hier ist. Ich habe nur den Kurs gekannt. Ich habe nicht gewusst, wie beeindruckend es ist - mit all den Bergen rundherum." Im Vergleich zu Montreal, als er bei seinem Sieg vor zwei Wochen in der Stadt von Fans belagert wurde, hat es dem 30-Jährigen vor allem die Beschaulichkeit der Region angetan. Hamilton: "Meine Familie ist auf dem Land aufgewachsen, also mag ich das Land."

Dabei pflegt der Weltmeister sonst das Jet-Set-Leben eines Popstars. Häufig hält er sich auch zwischen Europa-Rennen in den USA auf, um an seiner Musikkarriere zu arbeiten. Vor dem Österreich-GP hielt er sich bei einer Modenschau in London auf. Mit dem Zeitunterschied habe er laut eigenen Angaben kein Problem. "Ich bin noch jung, das macht mir nichts aus", betonte Hamilton. "Ich mag das Reisen. Vielleicht habe ich einfach immer einen Jetlag."

"Ich mag es im Nassen"
Müde wirkt er auf der Strecke jedenfalls nicht. Vier von sieben Saisonrennen hat Hamilton gewonnen, in deren sechs stand er auf Pole Position. Der Vorsprung auf seinen ersten WM-Verfolger Rosberg beträgt bereits 17 Punkte. Selbst möglicher Regen in der Obersteiermark bereitet ihm kein Kopfzerbrechen. "Ich mag es, im Nassen zu fahren", versicherte der Weltmeister.

Seit Williams im Vorjahr in Spielberg die erste Startreihe okkupiert hatte, sind alle 18 Pole Positions an Mercedes gegangen. Eine längere Serie hat nur Williams 1992-1993 mit 24 hingelegt. Felipe Massa und Valtteri Bottas wollen ihrem Team den Rekord bewahren. "Der Rückstand auf Mercedes ist vielleicht ein bisschen größer als im Vorjahr", meinte Bottas. "Aber wenn alle Updates funktionieren, sollte es sehr knapp mit Ferrari sein. Das Podium ist unser Ziel."

Vettel: "Lücke zu Mercedes ist groß"
Ferrari hat selbst einen Schritt nach vorne gemacht. "Um Mercedes zu gefährden, müssen wir aber ein problemloses Wochenende haben", erklärte Sebastian Vettel. "Unter normalen Umständen ist es schwierig, sie zu schlagen. Sie sind immer noch der Favorit." Die Lücke sei weiterhin groß. Vettel: "Mercedes verbessert sich auch. Unser Ziel ist es, dass wir uns stärker verbessern. Wir hoffen, dass wir in der zweiten Saisonhälfte noch näher dran sind."

43 Punkte fehlen Vettel auf WM-Leader Hamilton. Auch Landsmann Rosberg ist nach Platz zwei in Montreal leicht im Hintertreffen. "In Kanada habe ich es verpasst, aber ich fühle mich gut", betonte der zweifache Saisonsieger. "Ich habe im Vorjahr hier gewonnen. Ich komme sehr optimistisch hierher. Wir haben ein sehr gutes Auto." Dasselbe steht allerdings auch Überflieger Hamilton zur Verfügung.

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