Mo, 11. Dezember 2017

Cannabis und Co.

02.06.2015 13:31

Drogen um zwei Mio. Euro verkauft - 17 Festnahmen

Insgesamt 17 Drogendealer haben Ermittler des Landeskriminalamtes Burgenland in den vergangenen Monaten in Ostösterreich dingfest machen können. Die Festgenommenen stehen im Verdacht, 150 Kilogramm Marihuana und fünf Kilo Kokain verkauft zu haben, berichtete Oberst Ernst Schuch, Leiter des LKA Burgenland, am Dienstag. Die Drogen hatten einen Wert von rund zwei Millionen Euro.

Fahnder der Suchtgiftgruppe hatten im September den Hinweis erhalten, dass sich ein 54-jähriger Kroate - er wurde bereits wegen Drogendelikten gesucht - im Raum Tulln aufhalte und Abnehmer in den Bezirken Eisenstadt und Neusiedl am See mit Marihuana versorge, schilderte Schuch. Dahinter steckte ein regelrechtes "Familienunternehmen": Der Mann hatte im Bezirk Tulln zusammen mit seiner 48-jährigen Frau, der 24-jährigen Tochter und einer Bekannten drei Häuser gemietet, in denen in großem Stil Cannabis geerntet wurde.

Im Oktober 2014 klickten für das Quartett dann auch schon die Handschellen. Bei Hausdurchsuchungen fanden Ermittler drei Indoor-Anlagen und zwei Aufzuchten im Freien, erläuterte der LKA-Leiter. Neben 1.100 Pflanzen wurden 33 Kilogramm Marihuana und 45.000 Euro gefunden. Dem Quartett, das bereits mehrjährige Haftstrafen ausgefasst hatte, wurde der Verkauf von 30 Kilogramm Marihuana an Kunden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nachgewiesen, so Schuch.

Über den Kroaten stießen die Fahnder im Zuge der Ermittlungen auch auf fünf Dealer im Wiener Bezirk Donaustadt, die ebenfalls festgenommen wurden. Von März bis Mai dieses Jahres gingen den Ermittlern schließlich weitere acht Drogenhändler ins Netz. Einem von ihnen wurde der Verkauf von fünf Kilogramm Kokain nachgewiesen.

Cannabis, Geld und Kalaschnikow sichergestellt
Bei mehreren Hausdurchsuchungen wurden 13,5 Kilogramm Marihuana und Bargeld sichergestellt. Auch Schlagringe, Stahlruten und sogar eine Kalaschnikow tauchten auf. Im Bezirk Jennersdorf fanden Polizisten in einer Scheune am Heuboden sieben Kilo Marihuana, berichtete Schuch. Im Zuge der Erhebungen wurden auch rund 100 Abnehmer in Ostösterreich angezeigt.

Die Landespolizeidirektion Burgenland habe seit vielen Jahren bei der Bekämpfung des Suchtgifthandels einen Schwerpunkt gesetzt, erläuterte der stellvertretende Landespolizeidirektor Werner Fasching. Inzwischen habe man in jedem Bezirk gut funktionierende Suchtgiftgruppen. Sie sind im Schnitt mit vier bis sechs Ermittlern pro Bezirk besetzt.

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