Di, 24. Oktober 2017

Futter bald teurer

13.03.2015 15:42

Viele Tierhalter fürchten die Steuerreform

Fünf Milliarden Euro sollen durch die neue Steuerreform, die am Freitag von der Regierung präsentiert wird, eingespart werden. Tierhalter befürchten, einen beträchtlichen Teil davon tragen zu müssen, denn unter anderem wurde die Mehrwertsteuer für "lebende Tiere" und "Futtermittel" von zehn auf 13 Prozent erhöht. Selbst wer Tiere nur besuchen will, zahlt auf den Eintritt in den Tiergarten künftig 13 Prozent. "Für die Regierung eine Goldgrube - Verlierer sind wieder einmal sozial schwache Besitzer", kritisiert der Verein "Tierfreunde Österreich" und ruft zum Protest auf.

"Tierhalter sind leicht zu belangen, denn sie werden ihre geliebten Tiere nicht weggeben, auch wenn sich die Mehrwertsteuer auf Tierfutter verdoppelt", ärgert sich Erich Goschler vom Verein "Tierfreunde Österreich". Mit der geplanten Erhöhung müssten Hunde- und Katzenhalter künftig tiefer in die Tasche greifen. "Die Regierung bekommt somit endlich auch die Halter der 1,5 Millionen Katzen zu greifen", so Goschler, der in der Steuererhöhung sogar eine Art verdeckte "Katzensteuer" vermutet.

Besonders sozial schwache Tierhalter würden leiden
Besonders hart würde die Maßnahme sozial Schwache treffen, darunter viele Senioren und Familien mit Tieren, die sich jetzt schon kaum das Futter für ihre geliebten Vierbeiner leisten können. "Viele Tierhalter, die sich bei uns melden, haben die Schnauze voll von diesen willkürlichen Steuerbelastungen auf Kosten ihrer Tierliebe. Sie befürchten zudem Preissteigerungen und Qualitätsverlust bei Tiernahrung und wollen sich nicht zu Melkkühen für Steuerreformen machen lassen", berichtet Goschler.

Verein rief Petition gegen Steuererhöhung ins Leben
Der Verein fordert, dass Tierhaltung viel mehr gefördert werden sollte - gute Gründe dafür gebe es reichlich, so Goschler: "Hunde- und Katzenhalter tragen bereits jetzt jährlich ein Plus von über 200 Millionen Euro in die Staatskassen - sie leben zudem gesünder und ersparen dem Staat so viel Geld. Nicht zu vergessen, welche wertvollen Leistungen gerade Hunde erbringen - man denke an Polizei-, Therapie- und Rettungshunde." Die "Tierfreunde Österreich" haben daher eine Petition in Leben gerufen, um gegen die Steuererhöhung zu protestieren.

Infos und Petition unter www.nein-zur-tierfuttersteuer.at

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