Di, 17. Oktober 2017

"Krone"-Interview

04.02.2015 16:27

Hasenhüttl: Aufstieg ist „Herzensangelegenheit“

Am Freitag beginnt für Ralph Hasenhüttl in Fürth die letzte Etappe auf Ingolstadts sensationellem Weg hinauf in die erste deutsche Bundesliga. „Niemand soll darauf hoffen, dass wir schwächeln“, sagt Hasenhüttl im "Krone"-Interview.

Als Ralph Hasenhüttl am 7. Oktober 2013 Ingolstadt übernahm, war der Klub aus der 130.000 Einwohner-Stadt 85 Kilometer nördlich von München Letzter der zweiten Liga. Trotz Autobauer Audi als Topsponsor. Jetzt trennen nur 15 Spiele vom Aufstieg, der für den Trainer aus der Steiermark Herzensangelegenheit ist.

"Krone": Sieben Punkte Vorsprung für 15 Spiele, was soll da noch groß schiefgehen können?
Ralph Hasenhüttl: Im Umfeld reden viele vom Aufstieg, bei uns in der Mannschaft sieht das aber anders aus. Wer glaubt, dass wir in der Kabine jeden Tag die Tabelle anschauen und uns daran begeilen, der irrt gewaltig. Wir wollen uns von unserem Weg nicht abbringen lassen. Keiner soll darauf hoffen, dass wir jetzt schwächeln.

"Krone": Lief die Vorbereitung nach Plan?
Hasenhüttl: Absolut. Wir haben zwei junge Spieler aus Fürth und Rostock dazugeholt. Am Tabellenende muss man Defizite aufarbeiten. An der Spitze geht es darum, gezeigte Stärken wieder zu aktivieren. Das ist gelungen.

"Krone": Auch bei Ihren Landsleuten Özcan und Hinterseer?
Hasenhüttl: Der Rambo wird immer sensationeller im Tor. Er gilt schon als bester Keeper der zweiten Liga, hat aber wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Beim Mitspielen. Hinterseer ist für mich ein Musterprofi. Bei Luki passt's immer.

"Krone": Wer kann Ingolstadt noch überholen? Der Zweite, Karlsruhe, holte mit Sallahi von Bayerns Amateuren einen österreichischen U-21-Teamspieler, Nürnberg bekam Ex-Rapidler Burgstaller dazu.
Hasenhüttl: Egal, Braunschweig, Kaiserslautern, Leipzig, das um einige Millionen wieder aufgerüstet hat, Fortuna Düsseldorf – alle haben das Potenzial zum Raufkommen. Wahnsinn, dass wir so weit vor ihnen liegen. Daher genügt uns in den direkten Duellen das eine oder andere Unentschieden. Sie alle müssen uns schlagen. Aber zu besiegen sind wir gar nicht leicht.

"Krone": Ist Ingolstadt bereit für den Aufstieg?
Hasenhüttl: Wenn's passiert, dann sicher, wenn nicht, dann eben nicht.

"Krone": Der große Erfolg wird vor allem dem Trainer zugeschrieben.
Hasenhüttl: Es stimmt, ich hatte meinen Anteil. Aber genauso alle, die im Klub mitarbeiten, die Fans. Ich hab eine so enge Beziehung zur Mannschaft aufgebaut, dass ich in sie verliebt bin. Der Aufstieg wäre absolut zugleich Fußballgeschichte und eine Herzensangelegenheit.

"Krone": Die Fahrzeuge wären beim Autokorso durch die Audi-Stadt Ingolstadt im Falle des Aufstiegs sicher kein Problem.
Hasenhüttl: Das geringste. Aber wer weiß, vielleicht fahren wir ja mit dem Bus.

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