Mi, 23. Mai 2018

NSA und MI5 warnen

11.01.2015 07:56

Terroristen drohen: "Paris war erst der Anfang"

Kein Aufatmen in Frankreich und Terrorsorge in ganz Europa: Die Dschihadisten schwelgen nach dem Blutbad von Paris im Machtrausch und drohen mit weiteren Anschlägen. Besonders aktiv ist die Al-Kaida-Filiale im Jemen, wo zumindest einer der Mörder ausgebildet worden war. Dort lautet die Ankündigung: "Paris war erst der Anfang."

Al-Kaida-Vorbeter Harith bin Ghasi al-Nadhari: "Ihr werdet nicht mit Sicherheit gesegnet sein, solange ihr Allah, seinen Propheten und die Gläubigen bekämpft." Frankreich habe man wegen seiner Rolle im "Krieg gegen den Islam" ausgewählt. Scheich Usama (Osama bin Laden) hatte den Westen vor der "andauernden Blasphemie" gegen die Heiligtümer der Muslime gewarnt. Jetzt seien die "gläubigen Soldaten Allahs" unterwegs, um den Gotteslästerern Respekt beizubringen.

Da will auch der IS-Staat des Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi nicht zurückstehen. Dort werden die Mörder von Paris als "Löwen des Kalifats" gefeiert. Al-Kaida, der IS und Boko Haram haben eine Kriegsallianz geschlossen, um ein gemeinsames Terrornetz aufzuziehen. Dazu dienen die in Europa angeworbenen Dschihadisten. Einer der Mörder von Paris behauptete, er komme von Al-Kaida, ein anderer, er komme vom IS. Beide waren Franzosen.

Westliche Geheimdienste sind besorgt
Abhörspezialisten des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) soll es kurz nach den Anschlägen von Paris gelungen sein, Kommunikationsverkehr der Führung der Dschihadistenmiliz IS abzufangen. Paris werde in der abgefangenen Kommunikation zum Fanal für eine Anschlagsserie erklärt, die auch andere europäische Hauptstädte treffen solle, heißt es. Unter anderem sei auch der Name Rom gefallen. Konkrete Planungen seien allerdings nicht bekannt. Schon am Freitag hatten italienische Medien über ein neues Drohvideo der IS-Extremisten berichtet, das Rom als Anschlagsziel erkennen lasse.

Die westlichen Geheimdienste seien auch deshalb besorgt, weil die Attentäter von Paris womöglich Teil eines Terrornetzwerkes seien, heißt es in dem Bericht weiter. US-Ermittler haben demnach erste Hinweise, dass die Brüder Cherif und Said Kouachi Kontakte in die Niederlande hatten.

MI5 warnt vor Anschlägen auf Flugzeuge
Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 warnte den Zeitungsinformationen zufolge unter anderem deutsche Sicherheitsbehörden vor Anschlägen auf Flugzeuge mit Sprengstoffen, die angeblich von Sicherheitsdetektoren nicht aufgespürt werden können. Hintergrund könnte demnach eine kürzlich von der Al-Kaida im Internet veröffentlichte Bauanleitung für entsprechende Bomben sein.

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