So, 19. November 2017

Kein OSV-Finalplatz

07.12.2014 17:15

Weltrekordflut bei Schwimm-WM in Doha

Brasiliens Schwimm-Team hat am Sonntag zum Abschluss der Kurzbahn-WM in Doha weitere vier Titel geholt und damit mit sieben Goldmedaillen vor Ungarn unerwartet auch die Medaillenwertung gewonnen. Die letzte Finalsession im "Hamad Aquatics Centre" stand u.a. auch im Zeichen der Schwedin Sarah Sjöström und des Südafrikaners Chad le Clos. An den fünf Wettkampftagen wurden 23 Weltrekorde fixiert.

Die Brasilianer sind gut eineinhalb Jahre vor den Olympia-Heimspielen in Rio de Janeiro in ausgezeichneter Form. Kraul-Star Cesar Cielo Filho entschied die "Königsdisziplin" 100 m Kraul in einem packenden Duell in 45,71 Sekunden 6/100 vor Frankreichs Star Florent Manaudou für sich, seine Landsfrau Etiene Medeiros siegte im Rückensprint. In 25,67 entriss sie der Kroatin Sanja Jovanovic sogar deren fünf Jahre alten Weltrekord (25,70).

Letztlich aber avancierte Felipe Franca zum großen Abräumer. Der Brustlagen-Spezialist gewann nach dem 100- nun auch den 50-m-Titel, 25,63 Sekunden bedeuteten WM-Rekord. In der letzten Herren-Entscheidung dieser Titelkämpfe holte Franca mit Guilherme Guido, Marcos Marcedo und Cielo Filho in 3:21,14 Minuten auch den Sieg im dritten der Lagen-Endläufe, womit er mit fünf Goldmedaillen zurück nach Südamerika reist.

Chad le Clos als großer Abräumer
Sportlich individuell wertvoller ist aber die Bilanz von Chad Le Clos. Nur die Ungarin Katinka Hosszu und die Spanierin Mireia Belmonte holten ebenso vier Einzel-Titel. Le Clos' 1:48,61 über 200 m Delfin bedeuteten für ihn den totalen Triumph auf den Delfin-Strecken. Zudem hatte er über 200 m Kraul gesiegt. Eine Verbesserung des Weltrekords von 2006 über 1.500 m Kraul gab es in 14:16,10 durch den Italiener Gregorio Paltrinieri.

Der Deutsche Markus Deibler gab sich mit einer Kontinental-Bestmarke nicht zufrieden, er gewann die 100 m Lagen mit dem Weltrekord von 50,66 Sekunden. US-Star Ryan Lochte wurde Dritter und ließ ebenso seine früheren Finisher-Qualitäten vermissen wie davor bei Platz zwei über 200 m Rücken. Während da Platz eins in 1:47,38 an den Polen Radoslaw Kawecki ging, blieb Lochte trotz acht Medaillengewinnen ohne Einzel-Gold.

Sjöström als erste Frau über 100 m Delfin unter 55 Sekunden
Bei den Damen stellte eben Sjöström alles in den Schatten. Zunächst blieb die Skandinavierin in 54,61 als erste Frau über 100 m Delfin unter 55 Sekunden, gut eine Stunde später über 200 m Kraul in 1:50,78 als Erste unter 1:51. Die bisherigen Topmarken auf diesen Strecken hatten wie viele der in Doha ausgelöschten aus 2009 bzw. dem letzten Jahr der Ganzkörperanzug-Ära gestammt.

Die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo war im Kraulsprint in 23,32 nahe am Weltrekord, legte aber über 4 x 50 m Kraul mit Inge Dekker, Femke Heemskerk und Maud van der Meer mit dem Weltrekord von 1:34,24 nach. Über 200 m Brust gewann die Japanerin Kanako Watanabe in 2:16,92, über 4 x 100 m Lagen Dänemark mit Mie Nielsen, Rikke Möller Pedersen, Jeanette Ottesen und Pernilla Blume in der Europarekordzeit von 3.48,86.

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