Do, 23. November 2017

Zuhause für „Arthur“

02.12.2014 08:00

Streuner schloss sich Team von Extremsportlern an

Mit viel Hartnäckigkeit hat sich ein ecuadorianischer Streunerhund ein besseres Leben erkämpft: "Arthur" schloss sich einer schwedischen Gruppe Extremsportler an, die an der berüchtigten "Adventure Racing World Championship" durch den Amazonas-Regenwald teilnahmen. Der herrenlose Hund begleitete das Team durch jede noch so schwierige Etappe - ihn zurückzulassen brachten die Schweden dann nicht übers Herz.

Stundenlange beschwerliche Wanderungen, Mountainbiking, Rudern und Klettern unter schwierigsten Bedingungen - an der "Adventure Racing World Championship" scheitert so mancher Spitzenathlet. Nicht aber ein Streunerhund aus Ecuador, der sich beim diesjährigen Rennen dem schwedischen Team angeschlossen und so dessen Herz erobert hat.

Hund wich nicht mehr von der Seite des Teams
Eines Abends habe Mikael Lindnord beim Campen im Regenwald den herrenlosen Vierbeiner bemerkt und mit einem Fleischbällchen gefüttert, erzählt der Sportler der "Daily Mail" . "Er hat mir leidgetan. Als wir aufgebrochen sind, ist uns der Hund einfach gefolgt - und hat nie wieder damit aufgehört." Nichts konnte den Streuner stoppen: Als die Schweden mit dem Kayak Flüsse bezwangen, schwamm er neben ihnen her. Als sie Berge bestiegen, kletterte er mit hinauf. Jeder Versuch, ihn loszuwerden, sei gescheitert, so Lindnord. "Wir waren ja um seine Sicherheit besorgt!"

Streuner fand in Schweden ein Zuhause
Das Sportler-Team war so begeistert vom Durchhaltevermögen des Mischlings, dass sie ihn "Arthur" tauften und begannen, sich auf ihn einzustellen. "Wir haben Pausen eingelegt, wenn er eine gebraucht hat. Nach dem Rennen mussten wir mit Arthur zum Tierarzt, die Strapazen haben ihn ganz schön mitgenommen", so Lindnord. "Und wir konnten ihn einfach nicht in Ecuador lassen, nachdem er uns so treu begleitet hat." Arthur darf nun nach Schweden ziehen und ein neues Leben beginnen. "Ich bin gekommen, um den Bewerb zu gewinnen. Stattdessen habe ich einen Freund gewonnen", schließt Lindnord.

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