Sa, 25. November 2017

Drama in der Stmk

29.10.2014 09:06

Reh steckte fest: Jäger ließ es unnötig leiden

Das "Stück hat geklagt" heißt es mitleidlos in der Sprache der Jäger – ein Zeuge berichtet entsetzt vom erbärmlichen Schreien eines Rehs, dessen Todeskampf über Minuten andauerte. Und das, obwohl es ein Jäger "fachgerecht" hätte erlegen sollen…

"Das arme Tier hatte sich in einem Zaun verfangen", berichtet ein entsetzter Anrainer aus einer Siedlung in Graz-St. Peter. Er alarmierte Hilfe, "in der Hoffnung, man würde mir helfen, es zu befreien". Stattdessen kam ein Jäger. Einer, der in Folge zweifelsfrei fragwürdig handelte!

Jäger schoss mit zu schwacher Munition
"Das Reh steckte ja fest, der Mann hätte also aus nächster Nähe einen Blattschuss abgeben können, dann wäre das Tier wenigstens sofort erlöst gewesen", so der Zeuge. Stattdessen schoss der Jäger mit viel zu schwacher Munition, genannt Taubenmunition.

Zeuge: Reh schrie vor Schmerzen
"Das Tier hat sich aufgebäumt und herzzerreißend geschrien. Der Jäger hat gesagt: 'Des wird scho hin werden'", berichtet der Anrainer. Wurde es aber nicht – der Mann musste zurück zu seinem Auto, geeignete Munition holen, und erlegte im dritten Anlauf endlich das Tier.

Waidmannschaft bestätigt Vorfall
Fast erstaunlicherweise wird der Vorfall von der Waidmannschaft nicht abgestritten, sondern im Kern bestätigt. "Da ist sicher ein Fehler passiert vom Jäger", so Bezirksjägermeister Stephan Moser. "Das war Blödheit." Und werde vom Disziplinarrat nun überprüft.

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