Do, 19. Oktober 2017

Bergung per Heli

04.08.2014 09:16

Steinbock-Attacke am Watzmann: Salzburger verletzt

Kurioser Zwischenfall am Sonntag kurz nach 13 Uhr auf dem Weg zum Watzmann: Auf 2.650 Metern Seehöhe wurde ein Salzburger (45), der mit seinem Hund unterwegs war, von einem Steinbock angegriffen. Der Mann stürzte und verletzte sich schwer. Er musste vom ÖAMTC-Rettungshubschrauber geborgen werden.

Der Salzburger war auf einem Grat rund 100 Meter unterhalb des Watzmann-Vorgipfels mit seinem Hund unterwegs, als es zur Steinbock-Attacke kam. Der Salzburger stürzte und verletzte sich dabei am Sprunggelenk. Er alarmierte die Bergretter in Ramsau, die aufgrund der schlechten Wetterlage den Rettungshelikopter anforderten.

Es war eine ungewöhnliche Tau-Bergung, wie ÖAMTC-Pilot Bernd Hoch erzählt: "Als wir mit dem C6 zum verunglückten Bergsteiger hinauf geflogen sind, stand der Steinbock noch immer zehn Meter oberhalb des Bergsteigers mit gesenktem Haupt in der Wand." Als der große gelbe Heli landete, zog sich das Tier aber langsam zurück.

Wolken erschweren Bergungsflug
Pilot Bernd Hoch: "Wegen der ständig wechselnden Wolken haben wir mehrere Anläufe gebraucht. Zuerst haben wir die Retter mit ihrer Trage und unseren Notarzt bei ihm abgesetzt." Flugarzt Dr. Fleischmann und Flugretter Walter Pölzleitner übernahmen die Erstversorgung, der Verunglückte wurde schließlich per Tau geborgen und nach Salzburg geflogen.

Danach flog der ÖAMTC-Heli auch noch die Bergretter zur Watzmann-Hütte. Was zur Steinbock-Attacke auf den Wanderer geführt hat, ist noch unklar: Möglicherweise hat das Tier nur seine Jungen verteidigt.

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