Sa, 16. Dezember 2017

16. Februar 2014

16.02.2014 06:57

Danke, Flo Winkler! Daher setzte sich Anna durch

Da wurde vom Damen-Speedverantwortlichen Flo Winkler ein perfekter Super-G gesetzt, der die Spreu vom Weizen trennte - daher setzte sich auch Anna Fenningers Klasse durch.

Bravo, Anna Fenninger! Und herzliche Gratulation an Maria Höfl-Riesch und Niki Hosp! Die Goldene geht für mich aber auch an Florian Winkler, den Verantwortlichen bei unseren Speeddamen. Er hat einen perfekten Super-G gesteckt und mit seiner Kurssetzung gezeigt, warum diese Disziplin nicht nur die spektakulärste, sondern - ohne Trainingsläufe, mit nur einer Besichtigung - auch die anspruchsvollste ist.

Hervorragend an das Gelände angepasst
Flo hat bei den Besten gelernt, er war jahrelang in unserer Trainingsgruppe Co von Andi Evers. Hervorragend, wie er den Kurs an das Gelände angepasst, taktische Finessen und Tempowechsel eingebaut hat. Die Herausforderung stieg durch die Schneekonsistenz. So trennte sich die Spreu vom Weizen, setzten sich die Besten durch. Es war sofort klar, dass es keine Zufallssiegerin geben würde - so muss es sein.

Es wurde augenscheinlich, dass es an der Leistungsdichte bei den Damen mangelt, viele von dieser Olympiastrecke und dieser Kursführung einfach überfordert waren. So triumphierte die überragende Klasse der Anna Fenninger, feierte sie mit 55 Hundertstelsekunden Vorsprung einen verhältnismäßig deutlichen und verdienten Sieg.

Wie nach der Abfahrt angemerkt: Viele Trainingsläufe schaden Fenninger, verleiten sie dazu, im Rennen über das Wesentliche hinausschießen zu wollen. Eigentlich bräuchte sie sich nur ihrer Stärken zu besinnen und sich zum Beispiel auf ihre brillante Riesentorlauf-Technik verlassen. Dann wird sie bei schwierigen Rennen wie bei diesem Super-G immer vorne sein.

Mut und Entschlossenheit
Dazu gehört ein ausgeprägter Instinkt, dass man sich die beste Linie einprägt, an den richtigen Stellen dosiert und Wellen drückt; vor allem Mut und Entschlossenheit, sich auch etwas zuzutrauen. Das Um und Auf bildet, das Hirn einzuschalten - wie es auch Flo Winkler getan hat.

Ich bin überzeugt: Hätte er den Kurs so weitergesteckt wie im Flachen, nach dem Übergang in den Zielhang nicht noch einmal den Torabstand verkürzt - die Olympiasiegerin hieße jetzt Maria Höfl-Riesch...

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