Di, 24. Oktober 2017

Slopestyle-Training

03.02.2014 12:48

Elite staunt über Parcours, böser Sturz von Horgmo

Der Norweger Torstein Horgmo (im Bild) ist am Montag im ersten Training der Snowboard-Slopestyler für den Olympia-Bewerb in Krasnaja Poljana schwer zu Sturz gekommen. Der Medaillen-Mitfavorit schlug bei den Rails am Beginn des extrem schwierig gebauten Kurses mit dem Rücken auf. Er wurde mit dem Akja abtransportiert und ins Spital eingeliefert.

Dort diagnostizierten die Ärzte einen Schlüsselbeinbruch. Horgmo hatte 2013 die X-Games in Aspen gewonnen. Ein Sprung soll nun etwas abgetragen und damit entschärft werden.

Generell überraschte der extreme Slopestyle-Parcours viele Olympia-Freestyler. "Das erste Training war sehr ernüchternd. Die gesamte Weltspitze hat einmal zwei Stunden nur geschaut, das gibt es normal nicht", sagte Stefan Cerwenka, der Cheftrainer der ÖSV-Starter Adrian Krainer, Clemens Schattschneider, Mathias Weißenbacher und Anna Gasser.

"Das ist untypisch zu dem, was wir sonst haben, es liegt alles relativ knapp zusammen, geht Schlag auf Schlag. Die Abstände zwischen den Obstacles sind sehr am Limit, das ist eine Challenge", meinte Cerwenka. Seine Athleten werden die weiteren zwei Trainingstage voll nützen und dann werden sie sich auch gut darauf einstellen, ist er überzeugt. Zwei weitere Trainingstage bedeuten aber auch eine große Belastung für den Körper.

Bei Sprüngen Luftstände bis zu elf Metern
Die Dimension sei eine Nummer größer als alles, was man gewöhnt sei. "Es sieht gewaltig aus. Die Sprünge sind derzeit fünftes Stockwerk, beim letzten hast einen Luftstand von zehn, elf Metern über dem Flat." Es werde eine "Show" werden, keine Frage, aber "es hätte auch niemanden gestört, wenn es eine Nummer kleiner" wäre. "Aber es sind die Olympischen Spiele, sie haben einen guten Job gemacht, es sieht perfekt aus. Da ist richtig viel Geld investiert worden."

Für die Herren geht der Parcours aus Cerwenkas Sicht in Ordnung, für die Damen allerdings finde er ihn "grenzwertig". Den Top-5 traut er es aber zu, dass sie damit zurechtkommen werden. "Und die Anna zähle ich da auch dazu, auch wenn sie noch nicht gesprungen ist." Die 22-jährige Gasser wollte "wegen des Fußes nichts riskieren". Sie hat erst eine Knöchelblessur überstanden. "Es ist ein sehr schwieriger Kurs. Ich habe mir gedacht, ich schaue vorerst einmal zu und lerne vielleicht was." Den Kurs findet sie "fast ein bissi übertrieben".

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