Mo, 21. Mai 2018

In Panama gestoppt

31.01.2014 21:49

Waffen-Frachter: Großteil der Besatzung frei

Nach rund einem halben Jahr haben die panamaischen Behörden die meisten Seeleute jenes gestoppten nordkoreanischen Frachters freigelassen, der unter einer 10.000-Tonnen-Ladung Zucker unter anderem Raketenteile, zwei Flugzeuge vom Typ MiG-21, mehrere Jet-Motoren und Munition aus Kuba mitgeführt hatte. Die Waffen waren nicht deklariert und verstießen gegen UNO-Sanktionen, mit denen Nordkorea belegt ist.

Die Einwanderungsbehörde kümmere sich nun um die Abschiebung der 32 Besatzungsmitglieder der "Chong Chon Gang", sagte Generalstaatsanwältin Ana Belfon am Donnerstag im Fernsehsender TVN 2. Lediglich der Kapitän und zwei weitere Offiziere des Schiffes blieben weiterhin in Gewahrsam, sagte der für organisierte Kriminalität zuständige Staatsanwalt, Nathaniel Murgas. Es gebe Hinweise darauf, dass sie über die illegale Ladung informiert waren. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Julio Berrios, ein Anwalt, der die Inhaftierten vertritt, bestritt gegenüber "Spiegel Online" die Vorwürfe: "Keiner dieser Männer hat irgendetwas mit Kriegswaffen zu tun. Sie haben einfach nur Ladung aufgenommen."

Frachter für 480.000 Euro freigekauft
Das Regime in Pjöngjang hat dem Magazin zufolge das festgesetzte Schiff bereits mit einer Zahlung von umgerechnet 480.000 Euro an die Betreibergesellschaft des Panamakanals (ACP) freigekauft. Das Frachtschiff konnte demnach seine Fahrt wieder fortsetzen - allerdings ohne das beschlagnahmte Kriegsgerät.

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