Mo, 20. November 2017

Videomaterial intakt

07.01.2014 12:35

Schumachers Helmkamera filmte Sturz

Michael Schumachers Helmkamera ist bei dem schweren Skiunfall des Deutschen in Meribel offenbar eingeschalten gewesen und hat laut "Bild", die sich auf die französische Zeitung "Le Dauphine Libere" beruft, intaktes und verwertbares Videomaterial aufgezeichnet. Die Ermittler erhoffen sich nun dadurch Aufschlüsse, wie schnell Schumacher unterwegs war und wie es zu dem Sturz kam.

Am Montagabend gab es indes erstmals Hinweise, dass es mit dem Ex-Formel-1-Champ leicht bergauf geht. Seine Managerin Sabine Kehm meinte, "Schumis" Zustand habe sich aufgrund einer neuen Behandlungsmethode "insgesamt stabilisiert". Offiziell bleiben die Verantwortlichen aber vorsichtig. Weder Ärzte noch Management wollen sich zu einer Entwarnung durchringen, sprechen weiterhin von einem "stabilen, aber kritischen Zustand".

Hinter den Kulissen sickert aber immer mehr durch: "Schumi" könnte den Kampf gegen den Tod tatsächlich für sich entscheiden. "Es ist das erste Mal, dass das Ärzteteam um Chefarzt Professor Jean-Francois Payen Hoffnung hat, dass Michael Schumacher derzeit nicht mehr in akuter Lebensgefahr schwebt", schreibt die "Bild". Eine neue Behandlungsmethode scheint anzuschlagen. Doch selbst wenn Schumacher außer Lebensgefahr sein sollte - bis er aus dem Koma geholt wird, könnte es noch Wochen dauern.

Appell von Corinna Schumacher
Ehefrau Corinna Schumacher hat sich indes mit einem eindringlichen Appell an die Medien gewandt und forderte sie unmissverständlich auf, die Ärzte und ihre Familie in Ruhe zu lassen. "Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitte deren Statements und verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe", hieß es in der Mitteilung.

In dem Statement, dass Schumachers Managerin Sabine Kehm am Dienstagvormittag verbreitete, bat die Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Piloten: "Bitte unterstützen Sie uns in unserem gemeinsamen Kampf mit Michael."

Ermittler beziehen am Mittwoch Stellung
Unterdessen kündigten die Ermittlungsbehörden an, am Mittwoch im Zuge einer Pressekonferenz zum Unfallhergang Stellung zu beziehen. Staatsanwalt Patrick Quincy von Albertville bat gleichzeitig darum, bis dahin "keine falschen Informationen über Aussagen von mir oder die Ermittlungen zu verbreiten". Aufschluss über den Unfallhergang soll laut dem Magazin "Der Spiegel" ein zufällig gedrehtes Video eines 35 Jahre alten Touristen aus Deutschland geben.

Am Dienstag hat sich auch ein französischer Anwalt zu Wort gemeldet. Dieser ist der Ansicht, die Betreiber des Skigebietes in Meribel seien indirekt für den Unfall verantwortlich. Demnach seien die Pistenränder nicht ausreichend gekennzeichnet gewesen.

Mysteriöses Video im Internet
Der Hype um dieses File treibt indes seltsame Blüten. Im Internet macht das angebliche Unfallvideo seine Runden. Es anzuklicken, ist aber höchst gefährlich, installiert sich damit doch ein Trojaner auf dem Rechner. Experten warnen: das Video mit dem Titel "Moment de l'accident de Michael Schumacher!" auf keinen Fall anklicken.

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