Do, 14. Dezember 2017

"In Nesseln gesetzt"

26.12.2013 13:43

Zlatan verbittet sich Vergleich mit Fußballerinnen

Zlatan Ibrahimovic hat sich mit der Bemerkung, man könne Männer- und Frauenfußball nicht vergleichen, in seiner Heimat kräftig in die Nesseln gesetzt. "Wenn ich durch Europa komme, werde ich mit Messi und Ronaldo verglichen. Komme ich aber nach Schweden, werden auf einmal Vergleiche mit Fußballerinnen angestellt. Wollt ihr mich auf den Arm nehmen?", so Zlatan.

Unmittelbar nach dem Interview mit dem Blatt "Expressen" hagelte es Kritik. "Dumm", "arrogant", "herablassend", "höhnisch", lauteten einige der Reaktionen. Die Bemerkung Ibrahimovics sei "eine der dümmsten", die sie jemals gelesen habe, twitterte die schwedische Teamspielerin Nilla Fischer noch am Weihnachtstag. Zu ihr gesellten sich am Donnerstag weitere Fußballerinnen und Sportkommentatoren.

Auto mit signiertem Fahrrad verglichen
Im Zusammenhang mit der ersten Bemerkung tätigte Ibrahimovic in dem Interview übrigens eine weitere heftig kritisierte Aussage. Er könne der - im Gegensatz zum Rekordinternationalen Anders Svensson - bei der Wahl der erfolgreichsten Sportler trotz noch mehr Team-Einsätzen ohne Preis-Auto verbliebenen Nationalspielerin Therese Sjögran ein Fahrrad signieren: "Dann ist alles wieder gut".

TV-Sportchef: "Erniedrigend und unterdrückend"
Der Sportchef des Privatsenders TV4, Emir Osmanbegovic, bezeichnete diese Bemerkung als "erniedrigend und unterdrückend". Der Fußballkommentator des "Expressen"-Konkurrenzblatts "Aftonbladet", Robert Laul, schrieb am Donnerstag, dies sei "höhnisch und arrogant".

Allerdings: Die ehemalige Teamspielerin Hanna Marklund verteidigte Ibrahimovic insofern, als sie meinte, sie stimme im Prinzip mit ihm überein, dass man die individuellen Leistungen im Männer- und Frauenfußball nicht vergleichen könne. Die Äußerung selbst sei jedoch "gedankenlos" gewesen.

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