Di, 12. Dezember 2017

In japanischer Bucht

10.12.2013 09:35

Mühlviertler kämpft gegen die Tötung von Delfinen

Der Dokumentarfilm "Die Bucht" rüttelte die Welt auf – doch das Delfin-Schlachten in der japanischen Bucht von Kaiji geht weiter. Das dokumentieren auch heuer wieder Aktivisten – unter ihnen Aladin Hochmeier (25) aus Haslach/Mühlkreis in Oberösterreich.

Der junge Mühlviertler, im Zivilberuf Maschinenbautechniker, kam über den Linzer Tauchklub "Wasserbüffel" zu den Sea-Shepherd-Aktivisten. Ihn entsetzten nicht nur die Massentötungen von Walen – wie am Wochenende berichtet, ist derzeit wieder die japanische Walfangflotte in die Antarktis unterwegs, um für "wissenschaftliche Zwecke" 985 Wale zu töten –, sondern auch das jährliche Abschlachten von mindestens 2.000 Delfinen und Tümmlern in der Bucht von Kaiji im Südosten Japans.

Delfine werden brutal getötet
Dort werden Delfine zusammengetrieben, einige Tiere werden an Delfinarien verkauft, die meisten aber brutal getötet, deren quecksilberverseuchtes Fleisch als Walfischfleisch in den Handel gebracht. Im oscarprämierten Dokumentarfilm "The Cove – die Bucht" von Regisseur Louie Psihoyos und dem einstigen Flipper-Trainer Richard O'Barry wird das drastisch gezeigt. "Dagegen kämpfen wir", erklären Sea Shepherd-Austria-Koordinator Thomas Motsch, "Wasserbüffel" Dominik Fenzl und Aladin Hochmeier.

"Krone": Österreich hat keinen Meerzugang – dennoch engagieren Sie sich stark für Meeresbewohner.
Aladin Hochmeier: Überfischungen, die gnadenlose Jagd auf Wale, Delfine und Haie stören das Ökosystem, das wirkt sich auch auf uns aus.
"Krone": Jetzt reisen Sie als erster Österreicher für Sea Shepherd nach Kaiji.
Hochmeier: Ich habe mir extra Urlaub genommen, will dort in einer internationalen Gruppe der "Cove Guardians" dokumentieren, wie brutal Delfine und Tümmler in Kaiji massakriert werden, wie sehr diese Tiere dabei leiden müssen.
"Krone": Der aufrüttelnde Dokumentarfilm "The Cove – Die Bucht" kam in den Kinos – wie erfährt die Welt aber von dieser Aktion?
Hochmeier: Unser Videomaterial wird auf Facebook veröffentlicht, es wird außerdem Live-Schaltungen über die Website von Cove Guardians geben.

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