Mo, 11. Dezember 2017

ÖFB-Blick vorwärts

07.09.2013 11:56

"Wir müssen unsere Sache gegen Iren besser machen"

Österreichs Spieler sind am Freitag nach der 0:3-Pleite gegen Deutschland mit gesenkten Köpfen aus der Münchner Allianz-Arena geschlichen. Die Überlegenheit der DFB-Elf nagte an den ÖFB-Internationalen, die aber den Blick auch schon auf das Duell mit Irland am Dienstag richteten. Dass nach dem 2:1 der Schweden in Dublin gegen die Auswahl von der Grünen Insel drei Punkte Pflicht sind, ist für die Schützlinge von Marcel Koller klar. "Wir müssen aus den Fehlern lernen und unsere Sache gegen Iren besser machen", erklärte David Alaba.

Ähnlich äußerte sich Aleksandar Dragovic: "Wenn wir unsere Chance wahren wollen, müssen wir gegen Irland gewinnen. Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen und müssen gut regenerieren, dann wird das schon gut gehen." Laut Martin Harnik habe sich durch den Erfolg der Schweden in Dublin nichts an der Ausgangslage verändert. "Wir müssen gegen die Iren sowieso gewinnen, und dann schauen wir einmal, was wir in Schweden erreichen können."

Abstimmung in der Infobox: Schafft Österreich noch die WM-Quali?

Ivanschitz: "Klare Niederlage so schnell wie möglich abhaken"
Andreas Ivanschitz hätte sich ein Remis zwischen Irland und Schweden gewünscht. "Aber dass wir die Iren schlagen müssen, war schon vorher klar. Und ich gehe davon aus, dass uns das gelingen wird." Nun müsse man die klare Niederlage so schnell wie möglich abhaken. "Wir können uns ein, zwei Tage ärgern, aber dann heißt es volle Konzentration auf Irland. Vielleicht präsentieren wir uns mit der Wut im Bauch so aggressiv wie gewohnt", meinte der Burgenländer.

Die deutsche Überlegenheit musste der Mittelfeldspieler zähneknirschend zur Kenntnis nehmen. "Bis auf die Phase zu Spielbeginn und am Anfang der zweiten Hälfte war es leider ein Match, in dem wir hinten dringestanden sind, nach vorne ist wenig gelungen. Vielleicht ist das Ergebnis ein bisschen zu hoch ausgefallen, aber Deutschland ist eben eine absolute Topnation, das hat man gesehen."

Dragovic: "Gegen Deutschland darf man verlieren"
Marko Arnautovic haderte ebenfalls mit der Dominanz der Deutschen. "Sie sind eben nicht umsonst die Nummer zwei der Welt und haben uns vollkommen dominiert." Neben Dragovic ("Gegen Deutschland darf man verlieren") wollte auch Harnik die Niederlage nicht überbewerten. "Das ist sicher keine Schande, obwohl wir uns etwas anderes vorgenommen haben. Wir haben aber unseren Glauben nicht so gezeigt, wie wir uns das vorgestellt haben, und uns vor allem in der ersten Hälfte unter unserem Wert verkauft. Wir haben uns zu weit zurückgezogen und die deutsche Defensive kaum vor Aufgaben gestellt", erklärte der Stuttgart-Legionär.

Trotzdem ist laut Christian Fuchs in der WM-Qualifikation noch nichts verloren. "Wir müssen besonders auf die direkten Gegner Irland und Schweden achten, und gegen die spielen wir ja noch." Während der Kapitän in München keinen guten Tag erwischte, durfte Robert Almer zumindest einen kleinen persönlichen Erfolg für sich verbuchen - der Goalie machte einige Chancen der Deutschen zunichte und verhinderte dadurch ein Debakel. "Ich habe ein paar Bälle gehalten, aber trotzdem dreimal hinter mich gegriffen. Es wäre mir lieber gewesen, ich hätte weniger gehalten und wir hätten mehr Tore geschossen", sagte der Steirer.

Verletzungssorgen im ÖFB-Team
Mit welcher Mannschaft am Dienstag ein Sieg gelingen soll, ist allerdings offen. Zlatko Junuzovic verlässt das ÖFB-Camp offenbar wegen eines Knochenödems im Sprunggelenk und könnte sogar für die Oktober-Auswärtsspiele gegen Schweden und die Färöer ausfallen. Veli Kavlak musste wegen einer Nasenverletzung nach dem Spiel ins Spital gebracht werden, sein Einsatz am Dienstag ist äußerst fraglich. Der an Zehenproblemen laborierende György Garics hingegen wird wohl die Zähne zusammenbeißen: "Normalerweise sollte es für das Match gegen Irland kein Problem geben."

Die Personalprobleme könnten sich im übernächsten Spiel am 11. Oktober in Schweden noch verschlimmern: Dragovic, Fuchs, Alaba, Harnik, Kavlak, Emanuel Pogatetz, Florian Klein, Andreas Weimann, Sebastian Prödl, Marc Janko und Philipp Hosiner wären bei einer Gelben Karte gegen Irland für das Duell mit den Skandinaviern gesperrt.

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