So, 19. November 2017

‚Für Notfall rüsten‘

04.06.2013 08:28

Unzählige Tiere vom Hochwasser bedroht

Das derzeit herrschende Hochwasser ist eine Tragödie für die Menschen, aber auch Tiere sind extrem betroffen. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" empfiehlt Besitzern von Heimtieren, für Notfälle immer gerüstet zu sein, und fordert die Politik auf, das Thema Tiere auch im Rahmen des Katastrophenschutzes zu berücksichtigen. "Wir schätzen, dass Hunderttausende Wildtiere vom Hochwasser betroffen sein werden", sagt Geschäftsführer Heli Dungler.

"Wir bitten alle Menschen, sofort die Feuerwehr zu verständigen, sollten sie irgendwo ein Wildtier in Not sehen", so Dungler weiter. Tragisch ist die Situation auch für jene Jungtiere, die durch das
Hochwasser ihre Eltern verlieren. In Oberösterreich etwa musste bereits Hunderte Tiere von den Helfern vor dem Ertrinken gerettet und in Sicherheit gebracht werden, auch unzählige Wildtiere wurden aus den Fluten geborgen. In Baumgartenberg mussten von den Helfern 500 Schweine sowie 150 Rinder in Sicherheit gebracht werden. Im Bezirk Urfahr wurden 1.100 Schweine und sechs Pferde vor dem Wassertod von Rettern geborgen.

Für den Notfall vorbereiten
Allen Heimtierbesitzern raten die "Vier Pfoten", auf Notfälle immer
vorbereitet zu sein. "Man sollte sich selbst auf Evakuierungen
einstellen", sagt Heli Dungler. "Das heißt, dass man zum Beispiel
immer eine Transportbox für seine Tiere bereithalten sollte, um im
Notfall rasch reagieren zu können."

Dungler: Tiere im Katastrophenschutz einplanen
Der Politik legt Heli Dungler dringend nahe, das Thema Tiere auch
im Katastrophenschutz zu verankern. "Wir haben vor einigen Jahren
beim Hochwasser in den USA dramatische Szenen erlebt. Menschen
wollten ihr Heim nicht verlassen, obwohl die Evakuierung der Behörden angeordnet worden war, weil sie ihre Tiere nicht im Stich lassen wollten." Der Staat, so Dungler, müsse sich überlegen, wie er im Notfall auch Tiere im Katastrophenschutz berücksichtigt.

Pfotenhilfe Lochen bereits betroffen

Das Tierheim "Pfotenhilfe Lochen" in Oberösterreich steht bereits unter Wasser. Es sei derzeit aber keine akute Gefahr gegeben, so Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Die Stallungen wurden überflutet. Wir müssen so rasch wie möglich Notquartiere für unsere Großtiere wie Pferde, Esel, Ziegen und Schafe schaffen, aber auch für die Hunde."

Die "Pfotenhilfe" sei vor allem mit Aufräumarbeiten
beschäftigt. "Wir versuchen auch, den Stress nicht an die Tiere
weiterzugeben und trotz allem eine Art Normalität für sie aufrechtzuerhalten und die tägliche Routine in der Tierpflege beizubehalten", so Stadler.

Die "Pfotenhilfe Lochen" freut sich über Sachspenden wie Holz oder
Baumaterial. Die Koordination der Spenden übernimmt Sprecherin Sonja Weinand unter Tel.: 01/89 22 377-192.

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