So, 19. November 2017

Vier Jahre nach Tod

08.05.2013 13:52

Michael Jackson: Erneut Klage wegen Kindesmissbrauch

Der "King of Pop" kommt nicht zur Ruhe! Nun wird Michael Jackson posthum vorgeworfen, den Choreografen Wade Robson (Bild rechts) sexuell missbraucht zu haben. Laut TMZ.com hat der Tänzer rechtliche Schritte eingeleitet, um von den Hinterbliebenen Jacksons Schadenersatz zu bekommen. In den Gerichtsdokumenten behauptet Robson, während seiner Kindheit von dem Sänger missbraucht worden zu sein. Jacksons Anwalt weist die Vorwürfe zurück.

Der inzwischen 30-jährige Choreograf Robson, der bereits mit Stars wie Britney Spears, Usher und Pink zusammenarbeitete, lernte Jackson im Alter von fünf Jahren kennen, woraufhin sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden entwickelt haben soll. Im Laufe der Jahre verbrachte Robson viel Zeit auf der Neverland Ranch des Sängers.

Als sich Jackson 2005 nach Vorwürfen des Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten musste, dementierte Robson noch, jemals von dem 2009 verstorbenen Star belästigt worden zu sein. Jacksons ehemalige Hausfrau Blanca Francia sagte damals allerdings aus, ihren Arbeitgeber gemeinsam mit Robson, der damals acht oder neun Jahre alt war, in der Dusche gesehen zu haben.

Jackson-Anwalt weist Anschuldigungen zurück
Michael Jacksons Anwalt Howard Weitzman hat die Vorwürfe inzwischen zurückgewiesen. Weitzman, der sich um Jacksons Erbschaft kümmert, bestreitet die Anschuldigungen und beteuert, der 30-jährige Tänzer sei bloß auf Geld aus. "Mr. Robsons Vorwurf ist unverschämt und erbärmlich", empört sich der Rechtsanwalt gegenüber "TMZ".

"Dieser junge Mann hat in den letzten 20 Jahren mindestens zweimal unter Eid ausgesagt und in mehreren Interviews erklärt, dass Michael Jackson ihm niemals etwas Unangemessenes angetan habe", so der Anwalt. "Jetzt, fast vier Jahre nach Michaels Tod, kommt dieser traurige und unglaubwürdige Vorwurf." Erfolgschancen räumt Weitzman dem Kläger deshalb keine ein, wie er weiter betont: "Wir sind uns sicher, dass das Gericht erkennt, was wirklich dahintersteckt."

"Da muss es um Geld gehen"
Auch der Anwalt, der Jackson 2005 mithilfe von Robsons Aussage zum Freispruch verhalf, hält die Schadensersatzforderung für haltlos. "Da muss es um Geld gehen", meint Tom Mesereau. "Michael hat Robson niemals auf unangemessene Weise angefasst." Zudem habe Robson damals während seiner Aussage vor Gericht unerschütterlich gewirkt.

Robson selbst behauptet nun jedenfalls, während jener Zeit an einer Gedächtnisstörung gelitten zu haben, die zur Verdrängung traumatischer Ereignisse aus seiner Kindheit geführt hätte. Welche Anschuldigungen der Choreograf genau erhebt und welche Geldsumme er als Entschädigung verlangt, ist nicht bekannt. Dem Bericht zufolge soll er allerdings sogar die Dienste eines prominenten Kinderpsychologen in Anspruch genommen haben.

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