So, 22. Oktober 2017

Brenner-Nachfolge

01.03.2013 13:14

Kandidatin für Finanzressort-Leitung präsentiert

Die Salzburger SPÖ hat am Freitag erste personelle Weichen für ein künftiges Regierungsteam gestellt. SP-Chefin und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller präsentierte bei einem Pressegespräch die Geschäftsführerin der Geschützten Werkstätten Salzburg (GWS), Astrid Lamprechter, als Kandidatin der SPÖ für die Leitung des Finanzressorts in einer neuen Regierung nach den Landtagswahlen am 5. Mai.

Burgstaller verwies auf die hohen fachlichen Qualifikationen, aber auch auf ihre Verankerung in der SPÖ: "Sie ist so was von geerdet bei den sozialdemokratischen Grundwerten, dass die Budgetpolitik bei ihr in guten Händen ist." Lamprechter stünde nach der Wahl für eine "Regierung der konstruktiven Kräfte" zur Verfügung. Für den Landtag wird die Wirtschaftswissenschaftlerin, die 1974 in Salzburg geboren und in Bischofshofen aufgewachsen ist, nicht kandidieren.

Lamprechter: "Hervorragender Zeitpunkt für Polit-Einstieg"
"Es ist ein hervorragender Zeitpunkt, um in die Politik einzusteigen", sagte Lamprechter bei ihrer Präsentation. Wo viel Schatten sei, gebe es auch Licht. Durch die durch den Finanzskandal entstandene Dynamik bestehe auch die Chance, die Dinge neu anzupacken. Sie würde ihre Aufgabe darin sehen, einerseits Ordnung in das Finanzressort zu bringen. Andererseits stehe sie auch für eine vernünftige und ausgeglichene Budgetpolitik. Sie will alle Bereiche "tabulos ansehen". "Es gibt keine heiligen Kühe", betonte die Sozialdemokratin.

Interimistischer Finanzreferent scheidet nach Wahl aus
Nach dem Rücktritt von Finanzreferent David Brenner hatte im Jänner Georg Maltschnig das Ressort übernommen. Der Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft Bergland und ehemalige Bürgermeister von Zell am See hatte von Anfang an betont, nach der Wahl wieder aus der Regierung auszuscheiden.

Lamprechter hat Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck und Maastricht studiert. Berufliche Erfahrungen sammelte sie bei Ford Österreich und in der Verwaltung, ehe sie 2010 zur Geschäftsführerin der GWS bestellt wurde. Sie führte den Betrieb mit 450 Mitarbeitern, der damals wirtschaftliche Probleme hatte, wieder in die Gewinnzone. Die Sozialdemokratin ist verheiratet und Mutter von neunjährigen Zwillingsbuben.

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