Mi, 22. November 2017

„Ein großer Fehler“

25.01.2013 22:37

Innerhofer nach Auszucker an Strafe vorbeigeschrammt

Da ist Christof Innerhofer noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen: Die FIS verzichtet nach einer ausführlichen Entschuldigung des Super-G-Weltmeisters aus Südtirol wegen dessen Kritik an der Kitzbühel-Jury auf ein Verfahren. Innerhofer hätte sonst eine bis zum Lizenzentzug reichende Strafe gedroht.

Der Super-G-Dritte in Kitzbühel hatte die Jury am Freitag in einem ORF-Interview scharf kritisiert, nachdem er am Donnerstag wegen regelwidrigen Verhaltens nach einem Trainingssturz in der Startliste für die Abfahrt zurückversetzt worden war. FIS-Renndirektor Günter Hujara las daraufhin am Freitag im Team-Captains-Meeting zunächst eine Beschimpfungs-E-Mail vor, um die Dramatik der Beleidigung zu verdeutlichen. Hier seien Rechte von Personen der Jury angegriffen und diese diffamiert worden, betonte Hujara.

Hujara bietet Innerhofer an, sich zu entschuldigen
Anschließend nutzte Innerhofer Hujaras Angebot, sich "klar und deutlich" zu entschuldigen. "Auch wenn das nur vor einem Bruchteil jener Öffentlichkeit ist, die du genützt hast, deine Tirade loszulassen", sagte der Deutsche in Richtung Innerhofers.

"Ich möchte mich vor der ganzen Jury für die Aussagen, die ich getätigt habe, entschuldigen", sagte also Innerhofer. "Es war sicher ein großer Fehler. Ich war einfach so aufgewühlt, die Emotionen waren da. Ich möchte mich für jedes Wort bei jenen entschuldigen, die ich falsch angegriffen habe - direkt oder indirekt. Ich habe aus dem Fehler gelernt und kann nur sagen, dass es mir leidtut."

Hujara: "Die Sache ist damit erledigt"
Hujara akzeptierte als Vorsitzender der Jury die Entschuldigung und gab dem Athleten nach einem Handshake mit auf dem Weg: "Christoph, viel Glück für morgen." "Die Sache ist damit erledigt", bestätigte Hujara nach der Sitzung, dass es kein Verfahren gegen den Sportler geben wird. Auch die anwesende FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis stimmte dem zu.

"Der FIS-Vorstand braucht sich mit der Sache nicht mehr beschäftigen", betrachtete Hujara die Angelegenheit als erledigt. Auch zivilrechtlich wird der Renndirektor nichts mehr unternehmen. "Er hat das Angebot auf eine Entschuldigung ohne Zwang und Drohung angenommen. Davor ist der Hut zu ziehen", schloss Hujara das Kapitel ab.

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