Sa, 20. Jänner 2018

Confed Cup

24.06.2005 16:15

Doping-Verdacht bei Mexikanern bestätigt

Der Fußball-Verband von Mexiko hat den Dopingverdacht gegen seine vom Confederations Cup ausgeschlossenen Spieler Salvador Carmona und Aarón Galindo bestätigt und entsprechende Untersuchungs-Maßnahmen eingeleitet. Dies erklärten Vertreter der Mexikanischen Fußball-Föderation (FMF) in der Nacht zum Freitag in ihrem Frankfurter Mannschaftshotel.

Der Fußball-Weltverband FIFA kündigte durch seinen Kommunikationsdirektor Markus Siegler für den Nachmittag eine Presseerklärung in schriftlicher Form an - "unter Berücksichtigung aller notwendigen Aspekte". Die FIFA hatte den mexikanischen Verband am Donnerstag um einen Bericht zur Aufklärung der verwirrenden Doping-Gerüchte gebeten.

Kein Zweifel am Doping
Verbandspräsident Alberto de la Torre berichtete, Mannschaftsarzt José Luis Serrano habe die beiden heimgeschickten Abwehrspielern am Montag gefragt, welche Medikamente sie einnähmen. Die Spieler hätten geantwortet, dass sie "einige Tropfen" konsumiert hätten. "Es gibt keinen Zweifel, und darum wurden sie vom Aufgebot getrennt", sagte de la Torre. Der Verbandspräsident konnte weder den Namen der Tropfen noch die in ihnen vermutete verbotene Substanz nennen.

Einnahme von Nandrolon
Mexikanische Medien hatten berichtet, dass Carmona und Galindo bei einem verbandsinternen Test der Einnahme des anabolen Steroids Nandrolon überführt worden seien. Sie seien nach Hause geschickt worden, um weitere Doping-Tests durch die FIFA zu umgehen. Bei den beim Confederations Cup vorgenommenen Doping-Kontrollen zählten die beiden Mexikaner nicht zu den jeweils zwei Spielern jeder Mannschaft, die zur Kontrolle ausgelost worden waren. Alle bisherigen Doping-Test beim Confed-Cup waren negativ.

Mit der Bestätigung des Doping-Verdachts beseitigte der mexikanische Verband auch die Spekulationen um die zunächst bekannt gewordene Version, die beiden Spieler seien aus disziplinarischen Gründen nach Hause geschickt worden.

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