Do, 18. Jänner 2018

Gaunerkomödie

15.05.2012 12:10

Nora Tschirner als Landei auf Abwegen in "Offroad"

50 Kilogramm Kokain und eine wilde Sexszene des eigenen Freundes mit der besten Freundin können einen schon mal aus der Bahn werfen. Das gilt nicht nur für Landeier wie Meike Pelzer (Nora Tschirner) in "Offroad" (Filmstart: 18. Mai). Die hatte ihr Ziel eigentlich klar vor Augen: Die Übernahme des elterlichen Betriebes und die Hochzeit mit dem angehenden Anwalt Philip (Max von Pufendorf). Doch ganz will sie sich der Spießigkeit noch nicht ergeben und ersteigert einen völlig heruntergekommenen Monsterjeep vom Zoll. Denn sie träumt von einem Trip durch die Sahara.

Diesem Traum ist sie plötzlich näher, als sie es sich in ihrem Leben zwischen Schützenverein, elterlichem Gartenzubehörbetrieb und Ehemann in spe jemals vorstellen konnte. Denn nach der Ernüchterung über Philip ist ihr klar, dass sie nun endlich ausbrechen muss - und sie sieht ihre Chance im Drogendeal.

Dafür kann man als etwas naives Landmädchen, das maximal auf dem Dorffest das eine oder andere Bier zu viel trinkt, schon mal nach Berlin reisen, um dort das Kokain, das sie in dem ersteigerten Jeep entdeckt, zu verticken. Dass das eine Reise ins Abenteuer wird, zumal einige andere Leute ebenfalls hinter dem Koks her sind, ist da Bedingung.

In der Hauptstadt mutiert das langweilige Landei zur coolen Berlin-Braut, der Provinz-Pferdeschwanz aus dem heimischen Geilenhausen im Westen der Republik sieht in der Hauptstadt plötzlich leicht antoupiert unglaublich hip aus und der öden Sweatshirt-Jacke reichen ein paar Flecken von der Flucht vor den Verbrechern zum lässigen Berlin-Chic. Apropos Berlin, dort lässt TV-Regisseur Elmar Fischer seine Protagonistin durch alle Szenetreffs streifen, Clubs, Bars, Hotels und nicht zu vergessen die Hostels am Spree-Ufer.

Und wenn man schon in der Hauptstadt ist, kann auch ein bisschen Multikulti nicht schaden. Denn dort trifft Meike immer wieder auf den perfekt integrierten, natürlich dennoch ein wenig Macho-haften Selim (Elyas M'Barek), der sie in eine Türkendisco mitnimmt, eine Schwester hat, die selbstverständlich ohne Wissen von Eltern und Bruder als Escort-Dame arbeitet, und in den sich Meike nach den notwendigen Irrungen und Wirrungen selbstverständlich verliebt.

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