Di, 12. Dezember 2017

Benzin entzündet

04.05.2012 15:50

Irrer Brandanschlag auf Linzer Bank - Angestellte verletzt

Zwei Jugendliche haben am Freitag in Linz für schockierende Szenen gesorgt: Sie stürmten in eine Bankfiliale, verspritzten wortlos Benzin und zündeten dieses an! Während zwischen ihnen und den drei Angestellten eine Flammenwand aufstieg, floh das Duo. Ein Kunde (41) stürzte bei der Flucht in die Flammen - seine Hose fing Feuer. Angestellte zogen ihn heraus und löschten so schnell, dass das Opfer unverletzt blieb. Eine Bankerin (28) erlitt Augenverätzungen.

Es war 11.45 Uhr, als die beiden etwa 18-Jährigen (im Bild einer der Verdächtigen) die erst vor vier Monaten renovierte VKB-Filiale in der Wiener Straße in Linz betraten. "Die haben kein Wort gesagt, und ich hab' gar nicht begriffen, was los ist, als sie etwas herumschütteten. An Benzin denkst du nicht", erinnert sich Michael E. (41), der gerade am Bankomaten Geld behob.

Es ging alles blitzschnell: Einer der Burschen schüttete wahllos Benzin aus einer 1,5-Liter-Plastikflasche im Foyer herum, kümmerte sich dabei nicht, ob die feuergefährliche Flüssigkeit die drei Angestellten traf, die hinter dem Tresen standen. "Der Zweite hat plötzlich etwas Brennendes ins Benzin geworfen. Es war aber kein Streichholz, es war viel greller", erzählt der Bankkunde. Den Bruchteil einer Sekunde später brannte das Foyer lichterloh.

Flammenwand schnitt Fluchtweg ab
"Es war eine Flammenwand. So was hab' ich noch nie gesehen. Zum Haupteingang gab's kein Durchkommen mehr. Ich wollte hinten rauslaufen, bin aber am Benzin ausgerutscht und ins Feuer gefallen", erinnert sich der 41-Jährige. Geistesgegenwärtig zogen die Angestellten den Linzer, dessen Hose bereits lichterloh brannte, aus der Gefahrenzone, klopften die Flammen aus, ehe sie mit Feuerlöschern den Brand weiter bekämpften. Eine Angestellte, die Benzin ins Auge bekommen hatte, musste ins Spital, der Kunde überstand den Sturz ins Feuer unverletzt.

Das Motiv für die irre Tat gibt der Polizei Rätsel auf. Denn die Attentäter sagten kein Wort, wollten kein Geld. Es gab keine Drohungen, und es soll auch keine Streitereien wegen verwehrter Kredite oder Ähnlichem gegeben haben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden