Mo, 18. Dezember 2017

Vor Davis-Cup-Hit

04.04.2012 10:19

Antonitsch: "Wage kaum, von einem Sieg zu träumen"

Alexander Antonitsch ist neben Thomas Muster und Horst Skoff einer der "Tennis-Musketiere" gewesen, die zusammen mit Gilbert Schaller in den 1990er-Jahren Österreichs Tennis zu einer Hochblüte gebracht haben. Der 46-jährige Kärntner ist heute als TV-Kommentator und Herausgeber einer Tennis-Website tätig. Für Antonitsch ist vor dem Davis-Cup-Hit gegen Spanien, der am Wochenende über die Bühne geht, zwar noch nichts von Haus aus verloren, er beteuert aber: "Selbst ich als Optimist wage kaum von einem Sieg zu träumen."

Österreich steht seit Langem wieder einmal in einem Davis-Cup-Viertelfinale. Was kann man tun, um gegen einen Tennis-Giganten wie Spanien weiterzukommen?
Alexander Antonitsch: Tipps und Ratschläge gibt's von mir keine. Kapitän Clemens Trimmel hat eine tolle Atmosphäre geschaffen. Alleine dass sechs Spieler bereit sind, dabei zu sein, ist super.

Was erwarten oder erhoffen Sie in Spanien?
Antonitsch: Es ist klar, dass Jürgen Melzer am Freitag gewinnen muss, um die Chance möglichst lange am Leben zu erhalten. Natürlich hat jeder einzelne Spanier mehr Sandplatzmatches in den Beinen als unsere zusammen. Aber Jürgen hatte im Vorjahr einen super Start in die Sandplatzsaison, daran kann er anknüpfen.

Und wie schätzen sie die Chancen von Andreas Haider-Maurer gegen David Ferrer ein?
Antonitsch: Andi ist durch seinen Aufschlag gefährlich, der Platz wird aber nicht allzu schnell sein. Es ist für ihn daher fast eine "Mission Impossible".

Ihr Lieblingsszenario?
Antonitsch: Dass es gut läuft und es nach dem ersten Tag 1:1 steht. Denn im Doppel sind die Spanier angreifbar, da sind wir sogar Favoriten. Wenn wir also 2:1 führen würden, kann man echt spekulieren. Denn dann haben die Spanier Druck. Bei diesem Stand sind schon die wildesten Sachen passiert.

Sie halten also einen Sensationssieg für möglich?
Antonitsch: Selbst ich als Optimist wage kaum, von einem 3:2-Sieg zu träumen. Ein 0:5 ist natürlich genauso drin.

Sie sagten einmal, dass man alles tun müsse, um wieder so eine Euphorie wie beim Halbfinale 1990 gegen die USA erleben zu können. Ist das derzeit möglich?
Antonitsch: Man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir haben damals im Viertelfinale zu Hause gegen Italien gespielt, das war um einiges leichter. Diesmal haben wir in Runde eins die Gunst der Stunde genutzt und Russland ohne Dawydenko und Juschnij besiegt. Zudem durfte man damals von Thomas Muster fast immer mit zwei Punkten rechnen. Dann war nur noch die Frage, ob er auch einen halben im Doppel beisteuert oder Horst Skoff auch ein Einzel gewinnt.

Immerhin, Spanien gibt diesmal Nadal vor. Wie sehr steigert das die Chancen?
Antonitsch: Natürlich wird es dadurch um eine Spur leichter.

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