So, 19. November 2017

Lernwillige Oldies

01.02.2012 13:26

Für Erziehung ist es auch beim Hund nie zu spät

Bei einem Punkt in Sachen Hundeerziehung sind sich ausnahmsweise alle Experten einig: Man sollte damit im Welpenalter beginnen. Was der erwachsene Hund nicht darf, sollte man auch dem Hundekind nicht durchgehen lassen. Da die besten Vorsätze in der Praxis oft scheitern, fragen sich viele Hundebesitzer: Lernt mein älterer Vierbeiner tatsächlich langsamer?

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" – wir alle kennen das Sprichwort. Was aber, wenn es sich bei Hans um meinen Hund handelt? Ist in Sachen Erziehung alles verloren, wenn die Grundlagen nicht schon im Welpenalter sitzen? Auf keinen Fall, wie Hundetrainerin Erin Kramer erklärt: "Es ist einfach nicht wahr, dass ein alter Hund nicht mehr dazulernen kann. Schlechte Angewohnheiten sind nach vielen Jahren einfach nur schwieriger abzulegen – aber möglich ist alles." Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du auch deinen vierbeinigen Senior noch zum Musterschüler trimmen.

Arbeite mit einem Profi zusammen
Nach einigen Jahren des Zusammenlebens haben sich du und dein Hund gut aufeinander eingespielt. Ihr habt eine gemeinsame Routine entwickelt, die manchmal schwer zu durchbrechen ist. Ein Hundetrainer kann dir dabei helfen. Die Anwesenheit einer unbekannten Person erhöht zudem die Aufmerksamkeit deines Vierbeiners.

Schreibe nieder, was du ändern möchtest
Ab sofort sollen neue Regeln in deinem Haus gelten? Bring sie zu Papier! Denn oft sind sich die Hundebesitzer selbst nicht darüber im Klaren, was sie eigentlich ändern wollen. Darf dein Hund aufs Sofa, aber nicht mehr ins Bett? Macht es dir nichts aus, angesprungen zu werden, deinen Gästen aber schon? Notiere dir die Ziele der Erziehungsmaßnahmen, denn nur wenn du genau weißt, was du willst, kannst du dies auch deinem Hund vermitteln.

Arbeite mit Belohnungen
Denk darüber nach, worüber sich dein Hund besonders freut, und belohne ihn damit. Das kann Futter oder ein Spielzeug sein, solange dein Vierbeiner dafür gerne arbeitet und dir Aufmerksamkeit schenkt. Negative Reize solltest du vermeiden, damit dein Oldie Spaß am Training hat.

Achte auf Timing und Konsequenz
Für Vierbeiner jeden Alters gilt: Ein Hund muss innerhalb von maximal zwei Sekunden belohnt oder bestraft werden – sonst kann er deine Reaktion nicht mit seiner Handlung verknüpfen. Das richtige Timing kann also beim Training über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Je länger dein Hund eine schlechte Angewohnheit gepflegt hat, desto wichtiger ist außerdem, dass du standhaft bleibst. Wenn du nicht konsequent auf die Einhaltung der neuen Regeln achtest, sorgst du beim Hund für Verwirrung und behinderst den Lernerfolg.

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