So, 20. Mai 2018

200.000 Euro Schaden

24.08.2011 10:23

Geschäftsmann aus Österreich in Italien fies abgezockt

Ein Geschäftsmann aus Niederösterreich ist in Italien dreisten Betrügern aufgesessen. Die beiden Unbekannten brachten den 48-Jährigen im Zuge eines angeblichen Geschäftsabschlusses in Italien um 200.000 Euro. Außerdem jubelten sie dem Mann 799 gefälschte 500-Euro-Scheine unter. Eine Fahndung nach den Verdächtigen ist am Laufen.

Laut Polizeiaussendung vom Mittwoch nahmen die beiden Täter, die sich als ein Investor und dessen Vermittler ausgaben, im Juli Kontakt zu dem Geschäftsführer einer in Wien und Niederösterreich ansässigen Firma auf. Sie gaben vor, für ein Projekt in Italien Sicherheitstüren im Wert von 1,5 Millionen Euro bestellen zu wollen. Bei einem ersten Treffen in Italien wurde für den Vermittler eine Provision von 200.000 Euro vereinbart, die Firma sollte 400.000 Euro Anzahlung für den Deal erhalten.

Übergabe in Hotel in Padua
Die beiden Geldbeträge wurden am 10. August in einem Hotel in der norditalienischen Stadt Padua übergeben. Weil die Geldzählmaschine des Österreichers nicht funktionierte, wollten die beiden Täter auf die Geldzählmaschine des Vermittlers ausweichen, die sich in dessen Wagen befand. Die drei begaben sich zum Fahrzeug, stellten dort aber fest, dass auch dieses Gerät defekt war. Sie beschlossen daher, ein Zimmer zu mieten und die Maschine dort zum Laufen zu bringen. Auf dem Weg zum Hotel drehten die Verdächtigen aber um, weil sie angeblich etwas im Auto vergessen hatten.

Nur einer von 800 Scheinen echt
Der 48-Jährige sollte einstweilen vorgehen und das Zimmer mieten. In der Zwischenzeit ergriffen die Unbekannten allerdings die Flucht, hielten den Mann aus dem Bezirk Mödling aber noch eine Weile mit einer SMS hin. Im Hotelzimmer stellte der Niederösterreicher fest, dass nur einer der 800 für die Anzahlung übergebenen 500-Euro-Scheine echt war. In der Folge kontaktierten die Täter den Geschäftsführer noch einmal und boten ihm an, 170.000 Euro zurückzugeben, wenn dieser auf eine Anzeige verzichten würde.

Der Mann zeigte den Betrug trotzdem in Österreich an. Die gefälschten Geldscheine wurden zur Überprüfung an die Nationalbank übergeben. Hinweise auf die Beschuldigten gibt es bisher nicht, eine Fahndung ist aber im Gange.

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