Fr, 23. Februar 2018

Deutsche Liga

21.08.2011 19:27

Ivanschitz und Fuchs treffen bei Wahnsinns-Match

Sie lagen nach nur zwölf Minuten mit 0:2 zurück, doch etwa eine halbe Stunde vor Schluss drehten die Schalker dann kräftig auf und siegten in Mainz noch mit 4:2. Auch die Österreich-Legionäre auf beiden Seiten - Christian Fuchs und Andreas Ivanschitz - trugen sich in die Torschützenliste ein. Selbiges war Marko Arnautovic bereits am Samstag beim 5:3 des SV Werder gegen Freiburg gelungen.

Der Burgenländer Andreas Ivanschitz hatte in Mainz den Torreigen in der siebenten Minute eröffnet. Er verwandelte eine Freistoß-Flanke von Zoltan Stieber, nur 240 Sekunden später erhöhte Elkin Soto dann sogar auf 2:0 für die Gastgeber. Der kolumbianische Mittelfeldakteur profitierte dabei von einem Patzer des Schalker Schlussmanns Ralf Fährmann.

Erst in Hälfte zwei besannen sich die Gäste ihrer Fähigkeiten. Raul, der seinem Klub unmittelbar vor der Partie die Treue bis zum Saisonende geschworen hatte, bereitete Huntelaars Anschlusstreffer und Matips Tor zum 3:2 stark vor. Per Freistoß setzte Fuchs in der Schlussminute noch einen drauf. Der ÖFB-Teamverteidiger verzichtete nach seinem Treffer zum Endstand auf den Torjubel und freute sich still. Das 2:2 hatte Höwedes erzielt.

Bei den Schalkern stach Raul hervor, bei den spielstarken Rheinhessen hingegen bot vor allem Ivanschitz eine starke Leistung. Julian Baumgartlinger stand bei Mainz nicht im Kader. Christian Fuchs wurde unterdessen bei seiner Rückkehr nach Mainz von der Mehrzahl der 34.034 Zuschauer gnadenlos ausgepfiffen.

Hannover verpasst Sprung an Tabellenspitze
Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich Hannover und Aufsteiger Hertha 1:1. Durch eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung kurz vor Schluss verpasste Hannover 96 den erstmaligen Sprung an die Tabellenspitze seit 42 Jahren.

Mit einer Freistoß-"Granate" aus rund 30 Metern erzielte Sergio Pinto (33.) die Führung für die Gastgeber, bei denen ÖFB-Teamverteidiger Emanuel Pogatetz durchspielte. Doch Pierre-Michel Lasogga (85.) bestrafte Hannover für eine die nachlässige Chancenverwertung. Der große Aufreger des Spiels passierte allerdings in der 89. Minute: Eine Freistoßflanke von Christian Pander segelte unberührt in das Hertha-Tor und sorgte für Riesenjubel auf der Tribüne. Dieser wurde jedoch durch Referee Robert Hartmann beendet, der ein vermeintliches Foul von Ya Konan an Maik Franz gesehen haben wollte.

Arnautovic trifft bei Bremen-Sieg
Schon am Samstag hatte Marko Arnautovic nach längerer Zeit wieder mit sportlichen Schlagzeilen in der deutschen Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht. Der Wiener erzielte am Samstag drei Minuten nach seiner Einwechslung das zwischenzeitliche 3:2 beim 5:3-Heimsieg von Werder Bremen über den SC Freiburg. Eine Tor-Gala gab es auch bei den Bayern. Sie demütigten den Hamburger SV mit einer 5:0-Packung.

Beim Match von Werder gegen Freiburg durfte Arnautovic in der 65. Minute jubeln, nur drei Minuten nach seiner Einwechslung. Der 22-Jährige war nach einer Flanke von Marin per Kopf aus kurzer Distanz zur Stelle und erzielte sein insgesamt viertes Bundesliga-Tor. In dem spektakulären Match gelang Reisinger in der 84. Minute zwar noch der Ausgleich für die Gäste, Hunt (87./Elfmeter) und Wesley (93.) sorgten aber noch für den Erfolg der Hanseaten, bei denen Sebastian Prödl nur auf der Ersatzbank saß.

David Alaba wurde beim 5:0 des FC Bayern gegen den HSV in der Allianz Arena in der 66. Minute eingewechselt und kam somit zu seinem ersten Liga-Saisoneinsatz für den Rekordmeister. Die Tore für die starke Heynckes-Elf schossen Van Buyten (13.), Ribery (17.), Robben (34.), Gomez (56.) und Olic (80.).

Siege auch für Dortmund und Leverkusen
Auch Titelverteidiger Borussia Dortmund fuhr einen Heimsieg ein. Der BVB setzte sich gegen den 1. FC Nürnberg dank Treffern von Lewandowski (50.) und Großkreutz (80.) mit 2:0 durch. Kein Erfolgserlebnis gab es für den VfB Stuttgart, der mit Martin Harnik gegen Bayer Leverkusen durch ein Abstauber-Tor von Kießling (28.) 0:1 verlor. Andreas Ibertsberger sah von der Bank aus, wie sein Klub 1899 Hoffenheim in Augsburg einen 2:0-Erfolg landete.

Im Samstagabend-Spiel trennten sich die Kellerkinder Köln und Kaiserslautern 1:1. Das 1:0 für die Gäste aus Kaiserslautern erzielte Ilicevic in der 17. Minute, Jajalo glich nur zwei Minuten später wieder aus. Die Geißböcke stehen mit ihrem ersten erzielten Punkt der Saison immer noch am Tabellenende, Kaiserslautern liegt mit zwei Zählern auf Platz 15.

Gladbach derzeit Tabellenführer
Bereits am Freitagabend war Borussia Mönchengladbach zumindest bis Sonntag an die Tabellenspitze der deutschen Bundesliga gestürmt. Die "Fohlen"-Elf, die in der vergangenen Saison erst in der Relegation den Klassenerhalt geschafft hatte, fertigte ohne den verletzten Martin Stranzl den VfL Wolfsburg daheim mit 4:1 ab. Mit der Gala-Vorstellung hat sich die Borussia zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder auf Platz eins geschossen.

Marco Reus (15., 67. Minute), Kapitän Filip Daems (32./Foulelfmeter) und Raul Bobadilla (45.) sorgten mit ihren Toren für ein lange nicht mehr erlebtes Gänsehaut-Feeling auf den Rängen im Borussia-Park. Mehr als die frühe Führung durch Makoto Hasebe (12.) gelang den enttäuschenden Gästen nicht.

Die Ergebnisse der 3. Runde:

Freitag
Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 4:1
Samstag
FC Augsburg - 1899 Hoffenheim 0:2
VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen 0:1
Bayern München - Hamburger SV 5:0
Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 2:0
Werder Bremen - SC Freiburg 5:3
1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern 1:1
Sonntag
FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 2:4
Hannover 96 - Hertha BSC Berlin 1:1

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