Sa, 16. Dezember 2017

Dokument gefälscht

25.08.2010 17:44

Kärntnerin soll sich Kinderbeihilfe erschlichen haben

Besonders dreist soll sich eine Mutter aus dem kärntnerischen Villach zusätzliches „Taschengeld“ ergaunert haben: Obwohl ihre beiden Söhne mittlerweile in einem Kinderheim leben, steht die Arbeitslose im Verdacht, Kinderbeihilfe kassiert zu haben. Ein offenbar laienhaft gefälschtes Dokument reichte dafür aus. Die Ermittlungen laufen.

Die Beziehung ging in die Brüche, Alkohol spielte eine immer wichtigere Rolle – dem zuständigen Jugendamt in Villach blieb vor rund einem Jahr gar nichts anderes übrig, als die beiden Söhne der Frau (damals sieben und zwölf Jahre) in einem Jugendheim unterzubringen.

Ihr Ex-Lebensgefährte Andreas M. erhebt nun gegenüber der „Krone“ schwere Vorwürfe: „Das war ihr zu diesem Zeitpunkt an sich egal – sie unternahm auch nichts dagegen. Das einzige Problem, das sie schließlich hatte: Die Kinderbeihilfe-Zahlungen wurden eingestellt, und ihr ging das Geld aus.“ Doch Not macht bekanntlich erfinderisch – und die arbeitslose Mutter (es gilt die Unschuldsvermutung) soll einen Weg gefunden haben, um doch an „ihr“ Geld zu kommen: Aus alten, von Behörden verfassten Schreiben, bastelte sie sich offenbar selbst eine „offizielles“ Bestätigung vom Jugendamt zusammen.

"Ex" deckte Missstand auf 
Und die mehr als laienhafte, mit freiem Auge erkennbare Fälschung reichte schließlich auch aus, um das Finanzamt davon zu überzeugen, dass beide Söhne nun wieder bei ihr wohnen. 1.000 Euro hatte man der 33-Jährigen bereits auf ihr Konto überwiesen – bis „Ex“ Andreas M. dem auf die Schliche kam und die Behörden informierte.

Andreas M. ist nach wie vor völlig fassungslos: "Wäre ich meiner Ex-Freundin nicht zufällig auf die Schliche gekommen, würde sie weiterhin Monat für Monat abkassieren. Und niemand würde es merken."

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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