Di, 17. Oktober 2017

Der erste Drehtag

19.11.2009 19:48

Tom Cruise zum „Anfassen“, Diaz dreht erste Szenen

Hollywood-Schauspieler Tom Cruise scheint – anders als erwartet – doch ein Star zum Anfassen zu sein: Nur kurze Zeit nach seiner Ankunft im Privatjet am Flughafen Salzburg (siehe Video) mischte sich der 47-Jährige unters gemeine Volk. Vielleicht um etwas von der Stadt zu sehen, denn am Freitag beginnen für ihn die Dreharbeiten für den Thriller "Knight and Day". Für Filmpartnerin Cameron Diaz, die seit Dienstag in der Mozartstadt weilt, hieß es bereits am ersten Drehtag: "Und: Action!"

Pünktlich zum Drehbeginn der Österreich-Szenen für den Thriller "Knight and Day" landete Tom Cruise am Donnerstag in Salzburg. Die Gulfstream IV mit ihm an Bord setzte um 13.13 Uhr auf dem Rollfeld auf. Der Hollywoodstar schien sich - im Gegensatz zu Diaz - auf Salzburg gefreut zu haben. Immerhin nahm er sich, bevor er in einer Luxuslimousine (vermutlich) in das Nobelhotel Schloss Mönchstein gebracht wurde, Zeit, um Salzburg zu begrüßen. Er schien blendende Laune zu haben.

Cruises Ehefrau Katie Holmes und die dreijährige Tochter Suri waren nicht in dem Privatflugzeug. Doch das war auch nicht zu erwarten gewesen - schließlich steht Holmes derzeit selbst für einen Film, "The Romantics", vor der Kamera.

Und plötzlich stand er da
Zeit, sich nach dem Acht-Stunden-Flug für seinen ersten Drehtag am Freitag zu erholen, hat sich der 47-Jährige übrigens nicht genommen. Bereits gegen 15.30 Uhr tauchte der Weltstar plötzlich vor einem Schuhgeschäft in der Getreidegasse auf. Er lächelte smart in die Handykameras und Fotoapparate von Passanten und gab Autogramme. "Die Leute haben das nicht erwartet, dass Tom Cruise hierherkommt", sagte Augenzeugin Ilona Lindenbauer.

Die 32-jährige Veranstaltungsreferatsleiterin des Musikums in der Stadt Salzburg radelte gerade durch den Ritzerbogen in die Getreidegasse, als sie plötzlich Tom Cruise umringt von etwa 50 Schaulustigen sah. "Er war relativ offen und freundlich. Viele haben ihn fotografiert", schilderte Lindenbauer. Der Schauspieler war in einer Mercedes-Limousine vorgefahren und wurde von mehreren Bodyguards begleitet.

Flughafenmitarbeiterin die Hand geschüttelt
Überrascht über seine Lockerheit war auch Barbara Falkner bei der Ankunft am Salzburger Flughafen. Nachdem Tom Cruise das Flugzeug verlassen hatte, schüttelte er der 29-jährigen Mitarbeiterin des Salzburg Airport Service freundlich die Hand und begrüßte sie mit den Worten: "Hi, how are you?". "Sie hat sich darüber sehr gefreut und geantwortet: 'Welcome to Salzburg'", berichtete Flughafensprecher Alexander Klaus. "Es ist schon eine Besonderheit, einem Weltstar persönlich zu begegnen."

Cameron Diaz war schon im Einsatz
Während Cruise am Nachmittag durch die Getreidegasse spazierte, drehte seine 37-jährige Filmpartnerin Cameron Diaz vor und im "Haus für Mozart" im Festspielbezirk, das zu einem internationalen Hotelfoyer umfunktioniert worden war. Taxis fuhren in rasanter Geschwindigkeit vor, Polizisten und Polizeiautos belagerten den Vorplatz. Alles für den Film, versteht sich. Passanten versteckten sich hinter Marktständen und zückten erfreut ihre Handykameras.

Regisseur James Mangold konnte sich für den Drehstart kein besseres Wetter wünschen. Bereits am Vormittag trübte während der Außenaufnahmen in der Keltenallee im Süden der Stadt Salzburg keine Wolke den Himmel, die Sonne beleuchtete die schneebedeckten Berggipfel.

Kulissenhaft, fast schon kitschig strahlten der Untersberg und das Tennengebirge im Hintergrund, als neben den Feldern im Stadtteil Morzg Komparsen in Autos durch die Landschaft flitzten. "Alles, was Salzburg so schön macht, soll in dem Agentenfilm zu sehen sein." Falls die Hintergrundbilder nicht herausgeschnitten werden, dürfte dieser Wunsch vonseiten des Landes Salzburg, das die Produktion von 20th Century Fox mit 300.000 Euro fördert und mit einer Wertschöpfung von 1,2 Millionen Euro rechnet, in Erfüllung gehen.

Pläne über den Haufen geworfen
Die Dreharbeiten erfordern von den Behörden und der Exekutive viel Geduld. Einige als fixiert geplante Locations hat der Regisseur wieder verworfen. "Die Änderungen erfolgen im Zwei- bis Drei-Stunden-Rhythmus", so ein Beamter. Deshalb werden behördliche Genehmigungen mitunter nur mehr mündlich erteilt, die Polizei muss kurzfristig agieren. Geplante Verkehrssperren finden doch nicht statt. "Es hat sich jetzt herausgestellt, dass die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung noch geringer sind als zuerst angenommen", erklärte Chefinspektor Wolfgang Ebner. Gedreht wird voraussichtlich sechs Tage lang - vorwiegend in der Altstadt.

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