Fr, 20. April 2018

Nach Reanimation

04.04.2018 15:51

„Held bin ich keiner“

„Held bin ich sicher keiner!“ Georg Schantl erlebte am Ostersonntag das prägendste Erlebnis seiner Feuerwehr-Karriere. Mit der Hilfe von drei ebenfalls zufällig anwesenden Krankenschwestern rettete er einem 80-Jährigen auf dem Weg zur Ostermesse in Jagerberg das Leben. Dank seiner Ausbildung zum First Responder. . .

38 Stunden dauert die Ausbildung vom Roten Kreuz zum Erstversorger, dem so genannten First Responder. In Feuerwehr-Kreisen ist diese Ausbildung noch nicht weit verbreitet, da sie natürlich in erster Linie für Sanitäter gedacht ist.

„Beim jetzigen Winterkurs beim Roten Kreuz in Feldbach sind wir zu viert gewesen. Den Kurs habe ich gemacht, da er bei der Gemeinde ausgeschrieben war“, sagt Georg, der erst Anfang März seinen speziellen First Responder-Rucksack ausgehändigt bekam. Und am Sonntag, nur einen Monat später, kam das Erlernte auch schon zum Einsatz. „Beim Gang zur Messe habe ich gesehen, dass der Mann zuerst wankte und dann niedergesackt ist. Drei Krankenschwestern und ich sind sofort hingeeilt, wobei wir ihn zuerst mit Sauerstoff versorgt haben.“

Der Zustand des 80-Jährigen, der einen Herzstillstand erlitt, verschlechterte sich weiter, aber der gelernte Elektriker bewahrte einen kühlen Kopf. „Ich habe meinem Vater gesagt, dass er den Rucksack aus dem Auto holen soll und ein anderer Bekannter hat den Defibrillator aus der Bank geholt. Wir wissen, dass dort einer frei zugänglich ist.“ Mit der Hilfe des Schockgebers wurde dem 80-Jährigen wieder Leben eingehaucht, nur kurze Zeit später übernahmen die Rettungskräfte. Der Pensionist wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und ins Spital nach Graz gebracht. Für den 30-jährigen Georg war es die zweite Reanimation, die erste war vor einigen Jahren nicht erfolgreich. „Damals war leider nichts mehr zu machen.“

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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