Fr, 24. November 2017

Hypo-Skandal

15.10.2009 18:02

Salzburger Kanzlei von Fahndern auf den Kopf gestellt

Die Großrazzia der Staatsanwaltschaft München in der Causa Hypo Alpe Adria Bank hat am Mittwoch nicht nur in Klagenfurt und München stattgefunden. Auch eine Anwaltskanzlei in der Stadt Salzburg wurde von Fahndern bei einer Hausdurchsuchung auf den Kopf gestellt. Ermittelt wird gegen Ex-Bayern-Bankchef Werner Schmidt.

Die Kärntner Hypo Alpe Adria ist mittlerweile zum Kriminalfall geworden. 28 Münchner Staatsanwälte beauftragten am Mittwoch  eine Unzahl von Fahndern mit Hausdurchsuchungen. Die „Bayern LB“ hatte 2007 die Mehrheit an der jetzt „Hypo Group Alpe Adria“ genannten Bankengruppe für einen Betrag von 1,6 Milliarden Euro übernommen, gegen Ex-Bankchef Werner Schmidt steht der Verdacht der Untreue im Raum.

An sieben Orten in Kärnten gab es Hausdurchsuchungen – beim  Hypo-Alp-Adria-Deal hat auch der frühere Hypo-Bankchef Wolfgang Kulterer kräftig mitgemischt, er wurde gemeinsam mit dem Vorstandskollegen Günter Striedinger 2008 wegen Bilanzfälschung angeklagt.

Beamte nicht fündig geworden
Auch in der Stadt Salzburg schwärmten Mittwoch die Fahnder aus. In der durchsuchten Anwaltskanzlei wurden die Beamten aber nicht fündig. Man hatte nach Unterlagen gesucht, aus denen man sich Hinweise darauf erhoffte, dass die Kanzlei ein hochrangiges Mitglied der Hypo Bankengruppe juristisch vertreten habe. Das war jedoch offenbar nicht der Fall.

Hausdurchsuchungen bei Anwälten sind rar, ausgenommen  Masseverwalter: Hier wird öfters nach „verschwundenem“ Geld der Schuldner gesucht.

Symbolbild

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