Mi, 25. April 2018

Auch Sex-Verbrechen

11.02.2018 10:40

IS-Kommandant gesteht in TV-Interview 900 Morde!

Ein IS-Schlächter hat einer BBC-Reporterin ein schockierendes Interview gegeben, das die Gräuel der Opfer der Terrormiliz erahnen lässt. Stacey Dooley besuchte dafür den Irak, wo sie mit der ehemaligen Sex-Sklavin Shireen (23) auf den verhafteten Massenmörder traf. Dabei zeigt der Ex-IS-Kommandant Amar (21) keine Reue. In trockenem Ton berichtet er, dass er 900 Menschen, darunter auch Kinder, abgeschlachtet und 250 Frauen vergewaltigt habe. "Sex kann niemand kontrollieren. Das ist ein starkes Verlangen", rechtfertigt er sich im Interview.

Eine aktuelle BBC-Reportage zeigt schockierende Aufnahmen aus dem Irak, der sich lange Zeit im Würgegriff der Terrororganisation Islamischer Staat befand. Ausgerechnet zwei Frauen gehen auf Spurensuche, um die Gräuel des IS aufzudecken. Eine davon ist die jesidische junge Frau Shireen. Sie wurde drei Jahre lang von der Terrormiliz in Mossul gefangen gehalten und als Sex-Sklavin missbraucht. Vier Mal hat sie in dieser Zeit versucht, sich das Leben zu nehmen, bevor ihr während der Schlacht um die Rückeroberung der IS-Hochburg die Flucht gelang. Die junge Frau suchte gemeinsam mit BBC-Reporterin Stacey Dooley nach Antworten auf Fragen bezüglich ihrer traumatischen Vergangenheit. Das Interview mit dem Massenmörder ist für die beiden Frauen ganz offensichtlich eine emotionale Herausforderung.

Opfer flehten: "Töte mich nicht!"
Zu allererst fragen sie Amar, warum er eigentlich dem Islamischen Staat beigetreten ist. "Ich habe niemanden. Ich bin arm. Ich habe nur Gott. Es ging mir nur um das Geld", erklärt der ehemalige IS-Kommandant. Er habe während seines "Dienstes" bei der Terrormiliz rund 900 Menschen umgebracht. Danach erzählt er über einen Angriff auf die Stadt Sindschar. Er sei anfangs beim Überfall dabei gewesen: "Wir haben fingierte Sicherheits-Checkpoints errichtet, so, als ob wir die Polizei wären." 30 bis 40 Menschen seien in einen Lastwagen gepfercht worden: "Wir haben diese dann erledigt und getötet."

Die Interviewerinnen fordern Amar auf, sich einen Moment lang in die Lage eines Menschen zu versetzen, den er abgeschlachtet hat. "Er sagte meistens: 'Töte mich nicht! Warum tötest du mich? Was habe ich getan, dass ich getötet werde?'", berichtet der Terrorist.

Etwa 50 minderjährige Mädchen vergewaltigt
Die Reporterin will anschließend wissen, wie viele Frauen und Kinder er über die Jahre vergewaltigt habe. Während seiner Zeit beim IS seien es etwa 50 Minderjährige im Alter von 15 bis 16 Jahren und über 200 ältere Frauen gewesen, sagt Amar. Was ihm dabei durch den Kopf gegangen sei, wenn die Mädchen geschrien und gefleht hätten, dass er aufhören solle, und er weitergemacht habe? "Sex kann niemand kontrollieren. Das ist ein starkes Verlangen", so die Antwort. Selbst wenn ein Opfer versucht habe, ihn zu stoppen, hätte das nichts gebracht. Erst nach seinen furchtbaren Taten hätte er Mitleid gehabt: "Wenn ich mit ihr fertig war und sie weinen gesehen habe, hat es mir das Herz gebrochen."

"Wenn Sie ein gutes Herz hätten, hätten Sie sich nicht Mädchen genommen und sie täglich vergewaltigt", stellt Shireen fest. Das sei zwar wahr, gibt der IS-Schlächter zu. Aber man müsse auch die Umstände betrachten, in denen sich die Männer befinden. "Das ist keine Entschuldigung", wird er von den Frauen zurechtgewiesen. Ob es ihm gefallen hätte? "Das ist wahr", gibt Amar zu. Zu dieser Zeit wäre die Situation aber außergewöhnlich gewesen. "Ich war unter Druck. Diese Taten wurden mir abverlangt, ich hätte sie sonst nicht gemacht", rechtfertigt sich der ehemalige IS-Kommandant.

Shireen fordert ihn als Opfer des IS auf, ihr ins Gesicht zu sagen, unter was für einem Druck er denn gestanden sei. "Hätte ich nicht getötet, hätte mich mein Vorgesetzter mit seiner Waffe umgebracht", erklärt Amar. Shireen erinnert ihn an den Spruch "Man erntet, was man säht" und sagt ihm in ruhigem Tonfall: "Sie werden für die Tränen dieser Mädchen bezahlen. Das ist der Preis dafür, was Sie getan haben." Amar nickt und murmelt: "Ich wurde besiegt. Ich warte auf mein Schicksal, mein Schicksal ist der Tod."

 krone.at
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