Mi, 25. April 2018

Olympia 2018

08.02.2018 10:07

Schrecksekunde für Hirscher im Abfahrtstraining

Marcel Hirscher erlebte im ersten Olympia-Abfahrtstraining in Pyeongchang eine kurze Schrecksekunde im oberen Teil und verpasste ein Tor. Nach einer Welle verschlug es dem Salzburger die Skier, einen Sturz konnte er glücklicherweise verhindern. Im Ziel zeigte er sich trotz 3,39 Sekunden Rückstand gut gelaunt.

Manuel Osborne-Paradis hat am Donnerstag im ersten Training für die Olympia-Abfahrt der Herren am Sonntag in Jeongseon die Bestzeit aufgestellt. Der Alpinskiläufer aus Kanada lag 0,31 Sekunden vor dem Norweger Kjetil Jansrud sowie 0,45 vor dem Schweizer Mauro Caviezel. Es folgte auf Platz vier als bester Österreicher Olympiasieger Matthias Mayer (0,75), Max Franz kam auf Rang sechs (0,94).

Marcel Hirscher war trotz Schrecksekunde, Torfehler und fast vier Sekunden Rückstand im Ziel trotzdem bestens gelaunt: "Es gab keinen Moment, wo ich mir dachte, 'Alter, was tust du jetzt, und was sollst du jetzt machen'. Ich habe meinen Plan umsetzen können."

Warum ihm der Torfehler passiert ist, konnte der Salzburger aber auch nicht erklären: "Was oben abgegangen ist, weiß ich nicht, ich fand keinen Boden mehr, weil es so geschlagelt hat. Ich glaube, ich habe einfach die falsche Linie gewählt, da hätte ich mehr Höhe halten sollen. Aber es waren solide Sprünge, hätte alles schlechter sein können. Ich werde jedes Training fahren, ich muss jeden Meter mitnehmen."

"Da kann ich mir echt aufs Hirn greifen"
Den Abfahrtspezialisten erscheint die Strecke in Jeongseon zu einfach. Mit den Klassikern im Weltcup habe sie nichts zu tun, meinte etwa Vincent Kriechmayr. Hirscher freut sich, dass er die Strecke bereits kennt: "Das Gute ist, dass ich vor zwei Jahren hier war. Das haben wir damals richtig gemacht. Du weißt, wo du bist, auch wenn das blöd klingt. Aber wenn man auf einer Strecke ist, wo alles gleich ist, wo keine markanten Sachen sind, bist du froh, wenn du schon mal hier warst, weil du den Streckenverlauf einfach kennst."

Was den Schwierigkeitsgrad der Strecke betrifft, so seien die Kurven für Hirscher keine Überwindung. Die Sprünge hingegen schon. "Logisch, im Vergleich zum Sprung in Stockholm (City Event/Anm.) ist das ein gescheiter Hupfer. Ich will nicht zu viel riskieren. Das Letzte, das ich will, ist hier übers Ziel hinauszuschießen. Dann kann ich mir echt aufs Hirn greifen."

Ergebnisse Abfahrtstraining:
1. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 1:40,45
2. Kjetil Jansrud (NOR) +0,31
3. Mauro Caviezel (SUI) +0,45
4. Matthias Mayer (AUT) +0,75
5 Brice Roger (FRA) +0,92
6. Max Franz (AUT) +0,94
7. Bryce Bennett (USA) +0,98
8. Carlo Janka (SUI) +1,06
9. Maxence Muzaton (FRA) +1,14
10. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1,21
Weiter:
15. Beat Feuz (SUI) 1,41
20. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,81
22. Vincent Kriechmayr (AUT) +1,88
28. Hannes Reichelt (AUT) +2,08
46. Marcel Hirscher (AUT) +3,93
51. Marco Schwarz (AUT +4,35

 

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