Sa, 18. November 2017

A22-Karambolage

23.09.2009 12:14

Übungsleiter droht nach wie vor eine Anklage

Nach der tödlichen Massenkarambolage auf der A22 bei Korneuburg am 22. Jänner droht dem Übungsleiter des Bundesheeres nun eine Anklage. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg habe bereits im Juni einen entsprechenden Vorhabensbericht zur Enderledigung in diesem Fall an die Oberstaatsanwaltschaft Wien gesendet, sagte Staatsanwalt Friedrich Köhl am Mittwoch. Seither warte man auf die Antwort aus Wien, wie lange das noch dauern werde, konnte Köhl nicht sagen.

Rückstände von Zinkchlorid, einem Bestandteil von Nebelhandgranaten, konnten laut chemischem Gutachten auf den Unfallwracks nicht gefunden werden. "Das heißt aber nicht, dass der Verdacht gegen das Bundesheer jetzt weniger stark ist", betonte Köhl. Schließlich gebe es immer noch das belastende meteorologische Gutachten, zahlreiche Zeugenaussagen sowie ein Beweisvideo einer nahe gelegenen Tankstelle (siehe Fotos oben).

Nebelgranate 260 Meter neben Autobahn gezündet
Am 22. Jänner wurde bei einer Kollision auf der Donauuferautobahn eine Frau getötet, weitere sieben Personen wurden verletzt. Insgesamt waren sieben Autos in den Unfall verwickelt. Von der Exekutive wurde ermittelt, dass "vermutlich durch die Zündung pyrotechnischer Gegenstände" starker Rauch aufgetreten war.

In der Folge geriet das Bundesheer in die Kritik. In 260 Metern Entfernung zur Unfallstelle wurden auf einem Gelände anlässlich einer Nachtlehrvorführung Nebelhandgranaten gezündet.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden