Do, 26. April 2018

Mehr Sozialer Wohnbau

30.01.2018 15:09

Beim Frachtenbahnhof soll der Bund Tempo machen

Jahrzehntelang war es nicht möglich, den ÖBB Teile des Frachtenbahnhofs für Sozialen Wohnbau abzutrotzen. Dazu müsse erst der Brenner Basistunnel fertig gestellt werden, hieß es als Begründung. Doch bis 2026 will angesichts der grassierenden Wohnungsnot in Innsbruck niemand warten. „Die schwarz-blaue Bundesregierung könnte rasch handeln“, meint Innsbrucks Bürgermeisterin.

400 neue, leistbare Wohnungen auf dem Areal des Frachtenbahnhofs wurden den Tirolern im Zuge der möglichen Olympiabewerbung 2026 versprochen. Olympia ist inzwischen Geschichte, die Probleme rund ums sündteure Wohnen in Innsbruck und Tirol sind aber geblieben.

„Was den Innsbruckern und Tirolern im Falle von Olympischen Spielen versprochen wurde, das muss auch ohne Megaevent machbar und umsetzbar sein“, erklärte Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) und brachte im Landtag einen Dringlichkeits-Antrag ein, der auch tatsächlich mit 2/3-Mehrheit beschlossen wurde. Sinngemäß hieß es darin, das Land möge mit den ÖBB Verhandlungen führen, um das Areal des Frachtenbahnhofs für die Errichtung von sozialen Wohnbau zu sichern.

Die SPÖ erlitt jüngst mit einem sehr ähnlich lautenden Antrag im Innsbrucker Gemeinderat Schiffbruch: Ihr Antrag wurde als „überholt“ qualifiziert – sehr zum Ärger der Stadt-SPÖ. BM Christine Oppitz-Plörer dazu: „Das Areal ist seit der Ära Hilde Zach oder noch früher für Sozialen Wohnbau vorgesehen. Darüber besteht auch im Gemeinderat zu fast 100 % Einigkeit.“

Bis jetzt sei es mit den rot-geführten ÖBB in Wien nicht möglich gewesen, zumindest einen Teil des riesigen Areals zu erhalten. Von der schwarz-blauen Bundesregierung erhofft sich BM Oppitz-Plörer diesbezüglich Fortschritte. „Die neue Bundesregierung könnte rasch handeln und gleichzeitig soziale Gesinnung beweisen, indem sie das Areal der Stadt gibt und nicht an Investoren verhökert – so wie seinerzeit die FPÖ die Buwog-Wohnungen. Wer als Investor am Frachtenbahnhof kauft, kauft wegen aufrechter Widmung teuer. “

Ende des Jahres soll laut Antrag der Liste Fritz der Landtag über den Verlauf der Gespräche informiert werden.

 krone.at
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