Fr, 19. Jänner 2018

„Macht mich traurig“

14.01.2018 11:43

Felix Neureuther mit Wutrede gegen IOC und FIFA

Felix Neureuther hat seine Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Fußball-Weltverband FIFA bekräftigt und sich einen Neustart gewünscht. "Das ist alles so eingefahren. Da muss einfach mal ein kompletter Bruch her und dieses ganze System neu aufgebaut werden. Einfach ohne Korruption, dass der Sport im Vordergrund steht", sagte er Samstagnacht im "aktuellen Sportstudio" des ZDF.

"Dass auch normale Zuschauer und die Sportler das Gefühl haben, denen geht es nicht nur um die Kohle", betonte der derzeit am Kreuzband verletzte deutsche Skistar. Olympische Spiele seien weit vom Stellenwert früherer Jahre entfernt, monierte der Sohn von Doppel-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier.

"Olympia mit Füßen getreten"
"Dieses wunderschöne Produkt, das es immer noch ist, das Völker verbindet, das haben die mit Füßen getreten. Das macht mich traurig", sagte Neureuther. "Es kann nicht sein, dass Milliarden von Euro ausgegeben werden müssen, dass die Spiele stattfinden." Olympia in Sotschi, Pyeongchang oder Peking mache für ihn keinen Sinn. Besser wären Winterspiele in den traditionellen Wintersportorten in den Alpen.

Neureuther kommt in der Reha nach seinem Kreuzbandriss nach eigenen Angaben gut voran, will sich aber im Hinblick auf sein Comeback genug Zeit lassen. "Die Operation ist drei Wochen her. Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr, sehr gute Fortschritte mache", berichtete der 33-jährige WM-Dritte im Slalom.

"Es gibt schon ein Ziel im Kopf. Aber das Wichtigste ist, dass ich geduldig bin. Mir läuft die Zeit nicht davon. Ob ich im Juni, Juli oder August auf Ski stehe, ist für mich nicht von so großer Bedeutung", erklärte Neureuther. Deutschlands bester Skirennfahrer hatte sich Ende November im Training verletzt und verpasst deshalb die Olympischen Winterspiele in Südkorea (9. bis 25. Februar).

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