Do, 26. April 2018

Niki-Insolvenz

14.01.2018 10:25

Lauda bietet erneut für seine ehemalige Fluglinie

Niki Lauda unternimmt einen neuen Versuch, seine frühere Ferienfluglinie Niki zurückzukaufen. "Ich werde selbstverständlich ein Angebot bis zum 19. Jänner für Niki abgeben", sagte Lauda dem "Handelsblatt" in Wien. "Dieses Angebot mache ich wie beim letzten Mal allein." Womöglich greift der 68-jährige Unternehmer tiefer in die Tasche. 

"Ob ich mein Angebot erhöhen werde, kann ich noch nicht sagen, da ich erst einmal sämtliche Unterlagen überprüfen muss", sagte Lauda, der die heute insolvente Fluglinie Niki im Jahr 2003 gegründet hatte. Der dreifache Formel-1-Weltmeister begrüßte die Verlagerung des Insolvenzverfahrens von Deutschland nach Österreich. "Das Insolvenzverfahren ist endlich dort, wo es von Anfang an hingehören sollte, nämlich nach Österreich. Ich bedaure, dass so viel Zeit mit dem Umweg über Deutschland verschwendet wurde."

Niki war Teil der im vergangenen Jahr in die Insolvenz gerutschten Fluggesellschaft Air Berlin. Am vergangenen Freitag war in Österreich ein zweites Hauptinsolvenzverfahren für Niki in Kornneuburg bei Wien eröffnet worden. Demnach haben Interessenten bis zum 19. Jänner Zeit ein neues Angebot vorzulegen.

Beschwerde stattgegeben, neues Insolvenzverfahren in Österreich
Beim ersten Insolvenzverfahren in Deutschland hatte das britisch-spanische Luftfahrtunternehmen International Airlines Group (IAG), Mutterkonzern von British Airways und Iberia, mit seiner Billigfluglinie Vueling den Zuschlag erhalten. Außerdem gaben der britische Reisekonzern Thomas Cook mit seiner Airline Condor sowie Niki Lauda ein Kaufangebot ab. Der vorläufige Insolvenzverwalter von Niki, Lucas Flöther, beantragte daraufhin beim Landesgericht Korneuburg ein sogenanntes Sekundär-Insolvenzverfahren. Zuvor hatte er beim deutschen Bundesgerichtshof eine Beschwerde gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin eingelegt, dass das Insolvenzverfahren in Österreich geführt werden müsse.

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