Mo, 22. Jänner 2018

In Todesangst

16.05.2009 13:33

82-Jährige gefesselt, geknebelt und ausgeraubt

Eine 82 Jahre alte Frau ist am Freitag in den frühen Morgenstunden in ihrem Wohnhaus (Bild) in Oberleidenberg bei Wolfsberg in Kärnten überfallen und beraubt worden. Die Frau blieb unverletzt und konnte sich selbst befreien. Die Täter flüchteten nach der Tat nach Italien, von einem ist inzwischen der Name bekannt: "Wir konnten einen 27-jährigen Rumänen identifizieren, wir vermuten, dass er sich im Raum Venedig oder Padua aufhält", so Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt Kärnten. Es wird vermutet, dass die Täter von einer Bekannten des Opfers zur Tat angestiftet wurden.

So manch anderer hätte bei diesem Überfall einen Schock erlitten; nicht die 82-Jährige. Sie lag gegen halb zwei Uhr früh im Bett ihres Hauses in Oberleidenberg bei Wolfsberg. Plötzlich wurden ihr die Arme mit Kleidungsstücken gefesselt, ein Unbekannter stopfte ihr gleichzeitig ein Stück Stoff in den Mund.

Drei Männer machten sich dann im Schlafzimmer zu schaffen, unterhielten sich in einer fremden Sprache und durchsuchten dann das ganze Haus.

"Frau hat toll reagiert"
Die rüstige Pensionistin, die allein lebt, behielt zum Glück die Nerven. Der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes Oberst Christian Martinz: "Die Frau hat toll reagiert. Sie hat abgewartet, bis alles still war, und sie hat es dann sogar geschafft, sich von den Fesseln zu befreien."

Weil die Täter das Telefonkabel herausgerissen und die Tür versperrt hatten, musste sie aus dem Fenster steigen und beim Nachbarn Hilfe holen.

Bekannte dürfte Rumänen zum Raub angestiftet haben
Martinz: "Es gibt auch schon einen konkreten Verdacht. Eine Bekannte des Opfers soll einen Rumänen auf die Idee gebracht haben, dass es bei der Pensionistin einiges zu holen gebe. Der Mann dürfte die Tat mit zwei Russen verübt haben. Die drei sind aber noch flüchtig; sie sind in einem Wagen mit italienischem Kennzeichen unterwegs."

Die 19-Jährige - sie hat die drei Männer auch zum Haus des Opfers geführt - wurde von der Polizei im Laufe der Nacht einvernommen. "Wir müssen noch die beiden Mittäter identifizieren, noch kennen wir nur die Vornamen", meinte Martinz. Nachdem der Kopf der Bande bekannt und sein möglicher Aufenthaltsort eingegrenzt wurde, sei man aber "guter Hoffnung", dass er bald geschnappt werde.

Man vermute, dass es sich bei den beiden Mittätern um Russen handle. Das Trio hat bei dem Raubüberfall Bargeld in nicht unbeträchtlicher Höhe erbeutet. "Es ist eine schöne Summe, die Frau hatte recht viel Geld in ihrem Kasten", erklärte Martinz. Vor einem Jahr hatte sich ein ähnlicher Vorfall in Lavamünd zugetragen. Die Täter wurden nie gefasst.

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