Mo, 21. Mai 2018

Play-off-Auftakt

18.02.2009 10:49

Capitals fegen Graz mit 6:0 vom Eis

Zwei souveräne Favoritensiege hat es am Dienstagabend zum Auftakt des Viertelfinal-Play-offs in der österreichischen Eishockey-Liga gegeben. Die Vienna Capitals überrollten die Graz 99ers vor eigenem Publikum 6:0, der KAC setzte sich ebenfalls daheim nach Anlaufschwierigkeiten klar mit 8:2 gegen Innsbruck durch. Gerissen ist hingegen die Siegesserie des VSV in Heimspielen, die Kärntner unterlagen Linz 1:2. Red Bull Salzburg siegte gegen HK Jesenice erst nach Verlängerung 3:2.

Der KAC ist nach etwas mehr als 20-minütigen Anlaufproblemen seiner Favoritenrolle doch noch klar gerecht geworden. Der Sieger des Grunddurchgangs lag gegen Innsbruck daheim 0:1 und 1:2 zurück, siegte aber schließlich noch 8:2 und ging damit in der "best-of-seven"-Serie programmgemäß 1:0 in Führung. Beide Teams gingen mit dem Selbstvertrauen von zuletzt jeweils vier Erfolgen en suite ins Match. Die Tiroler fühlten sich in der klaren Außenseiterrolle zunächst sehr wohl, spielten aggressiv und unkompliziert und führten nach 20 Minuten verdient 2:1. Doch im Mitteldrittel legte die Klagenfurter Heimmacht (nun 25 Siege in 28 Partien) ihre Nervosität ab und machte kurzen Prozess mit den Gästen.

Nach dem Ausgleich durch Kapitän Brandner (22.) ging es Schlag auf Schlag, Schneider (28.), Craig (33./PP) und Brown (38./PP) stellten innerhalb von einer Viertelstunde die 5:2-Führung und damit die Vorentscheidung sicher. Die Innsbrucker kassierten im Schlussabschnitt drei weitere Treffer und zeigten sich in der Schlussphase als schlechte Verlierer, für Zündstoff in den weiteren Partien ist gesorgt.

Die besten Bilder des Play-off-Auftakts findest du in der Infobox!

Souveräner 6:0-Erfolg der Vienna Capitals
Auch die Vienna Capitals sind ihrer Favoritenrolle gegen die Graz 99ers vollauf gerecht geworden. Die Mannschaft von Kevin Gaudet feierte einen souveränen 6:0-Erfolg und ging damit in der "best-of-seven"-Serie mit 1:0 in Führung. Mit der steirischen Landeshymne bzw. dem Donauwalzer wurden die Mannschaften begrüßt, danach tanzten zur Freude der rund 4.000 Zuschauer auf dem Eis nur die Wiener.

Zehn Minuten hielten die Grazer die Partie offen, ehe ein Doppelausschluss von Schiechl und Kuiper (11.) den Caps den Weg ebnete. Nachdem Layne Ulmer die Chance auf ein Unterzahl-Tor vergeben hatte, nützte Patrick Lebeau, der überragende Liga-Topscorer im Grunddurchgang, das Powerplay mit zwei Mann mehr zur 1:0-Führung (13.).

Raimund Divis erhöhte noch vor der ersten Pause auf 2:0 (19.), wobei die Abwehr der Gäste nicht gut aussah. Im Mitteldrittel legten Aaron Fox (29.) und Christian Dolezal (30.) innerhalb von 92 Sekunden nach und sorgten so schon bei Halbzeit für die Entscheidung. Marc Tropper erhöhte auf 5:0 (42.), Doug Lynch fixierte in der 59. Minute im Powerplay den Endstand. Die Capitals sind damit gegen die Grazer seit November 2006 ohne Heimniederlage.

Villacher SV unterliegt Linz 1:2
Die beiden ersatzgeschwächten Teams boten den 4.000 Zuschauern zunächst wenige spektakuläre Torszenen und fielen eher durch Härteeinlagen auf. Liga-Toptorjäger Markus Matthiasson brach schließlich in der 35. Minute für die Linzer den Torbann. Der Schwede erzielte in einem der zahlreichen Überzahlspiele mit seinem 31. Saisontreffer die verdiente Führung. Die müde wirkenden Villacher, die kurzfristig auch noch auf den angeschlagenen Toptorschützen Thomas Raffl verzichten mussten, präsentierten sich offensiv wenig durchschlagskräftig.

Die Linzer nützten ein weiteres Powerplay zum 2:0, Patrick Leahy traf in der 44. Minute. Die Villacher ließen danach ihrerseits eine 5:3-Überlegenheit aus und hatten bei einem Stangenschuss Pech. Vier Minuten vor dem Ende sorgte Dan Cavanaugh im bereits elften Überzahlspiel für den Anschlusstreffer, mehr gelang den Villachern jedoch nicht mehr.

Salzburger 3:2-K(r)ampfsieg gegen Jesenice
Die Paarung hatte die Fans auf sehenswerte Duelle zweier spielerisch und läuferisch starker Teams hoffen lassen. Doch stattdessen gab es gleich zum Auftakt Playoff-Eishockey pur zu sehen. Zwei starke Torhüter (Parise und Yeats) sowie viel Hektik und Nervosität prägten das Geschehen. Die Schiedsrichter Cervenak/Vogl trugen mit ihren auf beiden Seiten eher kleinlichen Pfiffen dazu bei, dass es eine Vielzahl an Powerplay-Situationen gab.

Salzburgs Bootland machte seinem Ärger über die Referees zu heftig Luft und wurde in der 33. Minute mit einer Spieldauer-Strafe vom Eis geschickt. Die 1:0-Führung der Slowenen machte Welser mit einem haarsträubenden Fehler möglich. Welser rutschte zunächst aus, verlor dann auch noch den Stock und machte so Razingar den Weg frei (30.). Foster glich jedoch noch im zweiten Drittel aus (37.).

Die letzten 20 Minuten begannen mit einem Salzburger Sturmlauf, doch Razingars zweiter Treffer brachte die Gäste neuerlich in Führung (47.). Der Ausgleich von Pewal (53.) sorgte dann für die Premiere der neuen EBEL-Verlängerung, die ab dieser Saison ohne Penaltyschießen, also bis zum entscheidenden Treffer (Sudden Death) läuft. Auch in der Verlängerung war Salzburg dann das klar bessere Team und machte dem Bangen durch Koch ein Ende. Salzburgs Sweatt schied mit Verdacht auf schwere Schulterverletzung aus, ihm droht das vorzeitige Saisonende.

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