Sa, 26. Mai 2018

Er ist wieder da!

11.09.2008 09:41

Lance Armstrong wagt Comeback

Der siebenfache Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong kehrt in den Profi-Radsport zurück und strebt den achten Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt an. "Ich komme wieder", sagte der 2005 zurückgetretene Amerikaner am Dienstag in einem Interview der "Vanity Fair". "Ich werde versuchen, eine achte Tour de France zu gewinnen", erklärte der 36-Jährige auf der Internetseite des Magazins. Doch nicht nur Armstrong wagt ein Comeback, sondern auch sein wegen Dopings gesperrter Landsmann Floyd Landis wird zurückkommen.

"Nach Gesprächen mit meinen Kindern, meiner Familie und engen Freunden bin ich glücklich über die Ankündigung, dass ich in den Profiradsport zurückkehre, um auf die Last der Krebskrankheit aufmerksam zu machen", ließ der siebenfache Tour-de-France-Sieger verlauten. Wenig später gab Armstrong die Neuigkeit auch auf seiner Homepage bekannt.

Hodenkrebs und zwei Tumore im Hirn
Bei Armstrong waren Anfang Oktober 1996 Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium mit Ablegern im Bauch und in der Lunge sowie zwei Tumore im Hirn festgestellt worden. Zwei Operationen und eine vier Zyklen beinhaltende Chemotherapie führten zur Genesung, allerdings musste ein Hoden entfernt werden.

In "Vanity Fair" meinte Armstrong, zu 100 Prozent sicher zu sein, an der kommenden Tour de France teilzunehmen. Zuvor hatte Armstrongs Sprecher Mark Higgins die Tour 2009 als "Ziel" bezeichnet. Bei welchem Rennstall Armstrong sein Comeback feiern werde und welche anderen Rennen er bestreiten wolle, sei noch offen.

Einen Steckbrief von Armstrong findest du in der Infobox!

Astana-Türen sind offen
Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, der Rennstall Astana halte eine Tür für Armstrong offen. Dieser hatte sich im August bei der US-Anti-Doping-Agentur angemeldet, was Voraussetzung für die Aufnahme des Rennbetriebes ist. Armstrongs früherer Teamchef und Mentor Johan Bruyneel, jetzt Astana-Manager, sagte am Dienstag am Rande der Vuelta: "Wenn er es ernst meint, kann ich nur sagen: Ich habe ein Team und kann mir nur schwer vorstellen, Lance bei einem Rennen in einem CSC- oder Rabobank-Trikot zu sehen."

Ein direkter Kontakt soll aber noch nicht zustande gekommen sein. "Wenn an den Gerüchten etwas dran ist, müssen wir wissen, was seine Motivation ist, und dann werden wir reden", sagte Bruyneel in Saragossa. "Im Moment sind wir wirklich weit weg von alledem." Astana-Sprecher Philippe Maertens hatte zuvor gesagt: "Das Gerücht kam vor etwa drei Wochen auf. Soweit ich weiß, will Lance in der kommenden Saison nur Cross- oder Mountainbike-Rennen fahren. Aber wenn es eine Möglichkeit gäbe, ihn zu verpflichten, würden wir natürlich darüber nachdenken. Er wäre willkommen." Astana war heuer wegen seiner Doping-Vergangenheit nicht zur Tour zugelassen worden.

Immer wieder Dopinggerüchte
Armstrong wurde während und nach seiner Karriere immer wieder mit Dopinggerüchten in Verbindung gebracht und führte deshalb zahlreiche Prozesse. Im August beendete er ein 160-Kilometer-Mountainbike-Rennen in den Rocky Mountains als Zweiter. Davor tat sich Armstrong, dem Reporter der französischen Sportzeitung "L'Équipe" vor drei Jahren durch eine nachträglich vorgenommene Urin-Analyse aus dem Jahr 1999 EPO-Doping nachgewiesen hatten, zweimal beim New-York-Marathon hervor.

Auch Landis kehrt zurück
Der US-Amerikaner Floyd Landis wird nach Ablauf seiner Dopingsperre im kommenden Jahr sein Comeback im Profi-Radsport geben. Der 32-jährige ehemalige Edelhelfer von Lance Armstrong, dem der Sieg bei der Tour der France 2006 wegen Testosteron-Dopings aberkannt worden war, soll beim US-Team Health Net-Maxxis anheuern. Die Dopingsperre von Landis endet am 30. Jänner 2009.

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