Das freie Wort

Gefühl der Ohnmacht

Herr Herrmann schreibt: „So bleiben unseren Terror-Abwehrern Hände, Augen und Ohren gebunden, müssen auf Informationsspenden ausländischer Dienste hoffen.“ Vollkommen richtig, aber es ist lächerlich, dass Österreich sich in so eine Abhängigkeit begeben muss. Denn was de facto gemacht wird – man darf in Österreich nicht überwachen, holt sich jedoch die Informationen der zu überwachenden Personen aus dem Ausland. Ist das nicht so, als würde ich jemanden einen Auftrag geben, eine Bank zu überfallen, mich an dem Raubgut bereichern, aber ich habe ja nichts getan?! So im Prinzip ist das, und daher muss Österreich das selbst in die Hände nehmen, natürlich wenn nötig auch in Kooperation mit Auslandsdiensten.

Charlotte Herman, Linz

Erschienen am Mi, 14.8.2024

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