Das freie Wort

Haben wir die Politiker, die wir verdienen?

Die Überraschung in der Politik ist groß – darüber, dass der Anteil muslimischer Kinder in den Grundschulen so hoch ist. Angesichts dieser Reaktion fragt man sich, ob die Entscheidungsträger tatsächlich hier in Österreich leben, – denn die Veränderungen, die unser Land erfährt, haben sie offenbar nicht mitbekommen. Dabei hat sich diese Entwicklung schon lange abgezeichnet. In Kindergärten bestimmter Bezirke liegt der Anteil ausländischer Vornamen seit Jahren in atemberaubender Höhe, was nahelegt, dass sich die Situation künftig nicht durch Nichtstun ändern wird. Die nächste Überraschung wird bei unseren Entscheidungsträgern dann eintreten, wenn die mittel- und langfristigen Auswirkungen nicht nur im täglichen Leben, sondern auch in der Politik sichtbar werden. Wann wird die erste muslimische Partei im Parlament vertreten sein? Da helfen auch die Nebelgranaten des Innenministers nichts, der zwar müde wirkt, aber dennoch nicht müde wird, uns wissen zu lassen, dass die Asylanträge sinken. Offenbar glaubt er, das Problem löst sich von selbst. Die Frage, warum sich unser Leben so stark verändert, erübrigt sich. Brüssel, aber auch die meisten EU-Staaten, versagen in der Frage, was gegen die ungesteuerte Migration unternommen werden kann. Wieso unternehmen unsere Politiker nichts gegen die jetzt gar nicht nur noch schleichenden Veränderungen? Die Umfragewerte müssten der Regierung doch zu denken geben. Was wäre zu tun? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Die Gesetze gehören geändert und an die Gegebenheiten angepasst. Es sollte nicht so sein, dass jemand bei uns Schutz sucht, der über zahlreiche sichere Grenzen gekommen ist. Also ist klar, dass das Völkerrecht und die EMRK entsprechend geändert werden müssen. Worauf warten unsere Vertretungen? Von der Kommissionspräsidentin, die um ihre Wiederwahl rittert, ist diesbezüglich nichts zu erwarten – ihre Prioritätensetzung gilt der Umwelt und der bedingungslosen Unterstützung der Ukraine. Lippenbekenntnisse, etwas für den Schutz des Standortes zu tun, gibt es genug, aber was ist mit der Umsetzung? Wird nicht bald und energisch gegengesteuert, wird sich in naher Zukunft ein bodenloser Abgrund auftun: durch Zuwanderung in unsere Sozialsysteme einerseits und durch den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund abwandernder Industrie andererseits. Wenn sogar Paradebetriebe wie Plasser & Theuer Verluste schreiben, ist Gefahr im Verzug! Wer unternimmt etwas gegen diese sich Negativspirale? Die „alte“ Präsidentin sicher nicht! Die hat andere Prioritäten, von der ist nicht zu erwarten, dass bei den Themen, die die Bürger wirklich beschäftigen, viel geändert wird. Und was ist von unserer Regierung zu erwarten? Allenfalls ungläubiges Staunen bei der Präsentation der nächsten Nationalratswahlergebnisse.

Dr. Erich Gnad, Wien

Erschienen am Sa, 15.6.2024

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
5.2.2026Datum auswählen
Rechtsextremismus in Österreich
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) hat wieder einmal einen Bericht herausgebracht, wonach der Rechtsextremismus in ...
Helga Thury
Mehr Kontakt, mehr Austausch
Immer erfreulich, wenn es personelle Alternativen gibt, auch bezüglich der nächsten Wahl zum Bundespräsidenten. Was der erfahrene Hans Niessl möchte, ...
Karl Brunner
Niessl will in die Hofburg
Und wieder will ein Altpolitiker einen Versorgungsjob. Auch in diesem Bereich sollte sich Österreich die Schweiz als Vorbild nehmen. Jährliche Kosten ...
Wilhelm Lobaier
Bundespräsident Niessl?
Burgenlands Altlandeshauptmann Hans Niessl hat bekannt gegeben, dass er sich 2028 der Wahl zum Bundespräsidenten stellen möchte. Und er hat dabei ...
Rudolf Kolba
Justizanstalt Hirtenberg
Die Interviews im ORF mit Justizministerin Sporrer beeindrucken mich; wie klar und deutlich sie über das Fehlverhalten und die Ungereimtheiten in der ...
Elisabeth Schachner
Todesfall in Hirtenberg
So sehr der Tod eines Menschen zu bedauern ist, muss aber gesagt werden, dass die zuständigen Beamten einen psychotischen Sträfling zu bändigen ...
Wilfried Maier
Armin Wolf versus Anna Sporrer
Es ist ja landläufig bekannt, dass Herr Wolf schon manchen Politiker in Argumentationsnot gebracht hat. Aber das Interview mit Justizministerin ...
Christian Ruhs
Wer entscheidet?
Der Bundeskanzler überrumpelte anscheinend seine Koalitionspartner mit der Ankündigung einer Volksbefragung bezüglich der Verlängerung des ...
Marjan Pandel-Nittnaus
Verlängerung der Wehrpflicht
Angesichts der Tatsache von vielen Veränderungen in der militärischen Ausrüstung und der weltweiten Bedrohungslage wäre es sinnvoll, die allgemeine ...
Wolfgang Ertl
Alleingang
Bundeskanzler Christian Stocker will eine Volksbefragung zu einer Verlängerung der Wehrpflicht. Auf Detailfragen, wie so eine Abstimmung aussehen ...
Wolfgang Knapp
Wehrpflicht: Pflicht, kein Wahlrecht
Die aktuelle Berichterstattung zur Wehrpflicht zeugt von einer bedenklichen Unschärfe, selbst im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. So wurde in der ...
Mario Gubesch, BA MA MBA
Volksbefragung Bundesheer
Es ist eine Agenda, die uns alle betrifft! Daher müssen alle Menschen befragt werden! Das Bundesheer schafft neue Gerätschaften an und modernisiert ...
Dipl.Päd. Stefan Scherz
Regierungsprogramm und Zusammenarbeit
Es kommen neue Ideen durch Kanzler Stocker auf das Tapet und gleich rufen alle, das steht nicht im Regierungsprogramm. Ist ja nicht so schlimm, setzt ...
Helmut Koger
Beleidigte Kommission
Über die Verlängerung der Wehrpflicht soll (ausnahmsweise einmal) die Bevölkerung befragt werden. Was für einen wehleidigen Aufschrei hört man da aus ...
Martin Gasser
Wo liegt der Unterschied?
Einer der Nachteile von Demokratien ist der Umstand, dass die Bevölkerung in solchen ihre Anführer spätestens bei Wahlen absetzen kann, sofern diese ...
Franz Wilding
Raser-Wahnsinn
Nein, das hat mit einem „normalen Vergehen im Straßenverkehr“ nichts mehr zu tun. Die „Krone“ berichtet von einem „Straßenrennen“ in Fünfhaus. In der ...
Gerhard Forgatsch
Mark Rutte besucht Kiew
NATO-General Mark Rutte besuchte Kiew inmitten von russischem Drohnen- und Raketenhagel bei ca. minus 25 Grad. Gemeinsam mit Präsident Zelenskij ...
Heinz Vielgrader
Viele fragen sich.
Wie kann man kontrollieren, dass Jugendliche unter fünfzehn Jahren kein Social Media benutzen? Ganz einfach! Der Zahler, also der, der das Handy ...
Regina Gerold
Lateinunterricht
Ich habe die Diskussion über den Lateinunterricht in unseren Gymnasien mit Interesse verfolgt. Da Herr Minister Wiederkehr vehement für die ...
Mag. Dr. Helga Musil
Sozialdienst
Es wäre gut, wenn jeder in Österreich Geborene und Lebende bis zum 25 Lebensjahr ein Jahr für die Allgemeinheit ableisten würde. Wenn er (sie) nicht ...
Herbert Humenberger
Kann das wahr sein?
Eine ehemalige Außenministerin bezeichnet die Österreicher als Hyänen; eine aktuelle tritt in der Landestracht einer Kriegspartei auf; es werden ...
Gottfried Leeb
Altersbeschränkung Social Media
Ob die Beschränkung für Jugendliche sinnvoll ist oder nicht, bleibt dahingestellt. Was allerdings nie zur Sprache kommt: dass sich dann auch jeder ...
Peter Schmidt
Der dänische Weg
Solange die Europäische Menschenrechtskommission die Täter mehr schützt als die Opfer, wird sie ausgesetzt. Hier muss man der dänischen Regierung für ...
Wolfgang Alscher
Betrug
Skrupellose Telefonbetrüger „spielen“ mit den Emotionen ihrer Opfer. „Papa, ich hatte einen Unfall. Ich brauche sofort Geld“ – mit betrügerischen ...
Haribert Isepp
NoVA
Warum Autos immer teurer werden, dürfte jedem klar sein. Die Politiker brauchen immer mehr Geld zum Verschwenden und zum Verschenken im Ausland.
Johann Janosik

Voriger Tag
5.2.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt