Flüchtlinge ertrinken im Ärmelkanal zwischen Frankreich und England – ein trauriges Bild mit Symbolcharakter: Die zwei größten Kolonialmächte des 19. Jahrhunderts, die Afrika praktisch im Alleingang zu drei Vierteln unter sich aufgeteilt haben und Afrika zu dem gemacht haben, was es heute ist, nämlich ein Armenhaus, konnten dort vieles brauchen: Erdöl, Kautschuk, Kobalt, Diamanten, Elfenbein usw., aber die Menschen von dort brauchen sie nicht, noch immer nicht. Die ertrinken unter ihren ausgestreckten Armen, mit denen sie auf den jeweils anderen zeigen, wenn es darum geht, einen Schuldigen in diesem Trauerspiel auszumachen. Gerade diese beiden Staaten hätten eine hohe historische Verpflichtung, Flüchtlingen von heute etwas von dem zurückzugeben, was man ihren Urahnen vielfach genommen hat: Heimat und Würde. Aber statt sie aufzunehmen, um sie in Würde leben zu lassen, lässt man sie unwürdig sterben. Das hat weder mit englischer Fairness noch mit französischem Charme zu tun – es ist einfach nur beschämend, wie kleinherzig sich diese ehemaligen Großmächte benehmen!
Reinhard Scheiblberger, Niederranna
Erschienen am Di, 30.11.2021
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