Das freie Wort

Bundesforste bremsen Jäger bei Wildfütterung

Die Berichterstattung in oben genanntem Artikel ist leider sehr einseitig. Die Bundesforste haben den Auftrag, das Eigentum der Bürger derart zu bewirtschaften, dass ein gesunder, artenreicher, stabiler, klimaresistenter und den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht werdender Wald gesichert ist. Dazu gehören – und sind unverzichtbar – frei lebende Wildtiere. Die Bundesforste sind sehr bemüht, ein ausgewogenes Verhältnis von Wald und Wild herzustellen, der Zustand des Waldes ist von diesem Verhältnis abhängig, kann der Wald ja offensichtlich nicht vor dem Wild davonlaufen. Die Bilder von der Rotwildfütterung im Angertal und dem Hirschflüsterer stimmen mich nachdenklich und sind eine Fehlentwicklung, wenn wir an freilebende vom Menschen unabhängige Wildtiere denken. Hier werden wilde Tiere zu Haustieren und zu einem Streichelzoo degradiert. Kein frei aufgewachsener Hirsch und kein frei aufgewachsenes Rottier würde sich jemals von einem Menschen streicheln oder berühren lassen. Und auch ein gefüttertes Tier muss ein wildes Tier bleiben dürfen! Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Bemühungen der Förster, Jäger und Arbeiter der Bundesforste, die derzeit geleistet werden, um die Notzeitfütterung zu garantieren, in einem Artikel veröffentlichen. Was hier vollbracht wird, ist praktizierter Tierschutz.

Lukas Stepanek, Förster, Obmann des österreichischen Staatsförstervereines, Vorsitzender Zentralbetriebsrat der ÖBf-AG, per E-Mail
Erschienen am Do, 14.2.2019

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