14.12.2007 19:25 |

Hauchdünner Sieg

Cuche gewinnt den Super G von Gröden

Der Super G der Herren am Freitag in Gröden ist zu einer Hundertstelschlacht geworden - mit unglücklichem Ende und einer historischen Schlappe für die Österreicher. Der Sieg ging in 1:36,62 Minuten an den Schweizer Didier Cuche, der seinen siebenten Weltcup-Erfolg feierte. Nur 0,02 Sekunden hinter Cuche landete Bode Miller (USA) auf Rang zwei, der drittplatzierte Liechtensteiner Marco Büchel hatte nur 0,04 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Es war ein Tag für die Routiniers und ein Tag für die Skifirma Head. Denn der 33-jährige Cuche, der 30-jährige Miller sowie der 36-jährige Büchel, der älteste Sieger der Weltcup-Geschichte, sind allesamt auf Head-Skiern unterwegs. "Es gibt doch eine Gerechtigkeit", jubelte Cuche über seinen ersten Gröden-Erfolg. Vor einem Jahr hatte sich Cuche in der Gröden-Abfahrt mit Rang zwei zufrieden geben müssen - mit 0,02 Sekunden Rückstand auf Steven Nyman (USA). Über den tollen Erfolg von Head meinte Cuche: "Wir haben super Ski und sind in den vergangenen Rennen leider nicht dafür belohnt worden."

Die Österreicher mussten sich nur elf Tage nach dem Dreifacherfolg von Beaver Creek in ihrer absoluten Paradedisziplin geschlagen geben. Benjamin Raich, der sein "Rotes Trikot" als Super-G-Leader an Cuche verlor, landete als bester Österreicher mit nur 0,30 Sek. "Verspätung" auf Rang sieben, Hermann Maier wurde Achter (+0,46 Sek.) und fuhr damit sein bisher bestes Ergebnis als Head-Pilot ein.

Größte ÖSV-Schlappe seit 1996
Wie mannschaftlich geschlossen die ÖSV-Läufer agierten, zeigten die Ränge 10 bis 14 durch Hannes Reichelt, Christoph Gruber, Stephan Görgl, Mario Scheiber und Michael Walchhofer. Sie alle hatten nicht einmal eine Sekunde Rückstand, denn die Top-16 lagen innerhalb von nur einer Sekunde. Dennoch wird der Super-G von Gröden als historisches ÖSV-Debakel in die Weltcup-Geschichte eingehen, denn er brachte das schlechteste Ergebnis seit 7. März 1996. Damals war mit Günther Mader der beste Österreicher ebenfalls nur Siebenter gewesen.

Raich im Gesamt-Weltcup weiter voran
Und auch Raich, der beste Österreicher, meinte: "In Beaver Creek waren wir geschlossen ganz vorne. Heute waren wir auch geschlossen, aber eben ein bisschen weiter hinten. Aber von der Zeit her ist das überhaupt nicht dramatisch." Mit seiner Fahrt war der Pitztaler, der die Führung im Gesamt-Weltcup behielt, nicht ganz zufrieden. "Ich habe keine großen Fehler gemacht, aber vom Gefühl her war es nicht optimal."

Hermann Maier zufrieden
Maier war nach dem Gröden-Auftakt zufrieden. "Mein Ziel waren die Top Ten und das ist sich auch ausgegangen." Dass der 35-Jährige bei der Zieldurchfahrt zunächst verärgert den Kopf geschüttelt hatte, begründete er so: "Ich hätte nicht gedacht, dass sich mit dieser Fahrt dieses gute Ergebnis ausgehen würde."

Super-G-Ergebnis von Gröden:
1. Didier Cuche SUI 1:36,62 Minuten
2. Bode Miller USA 1:36,64 +0,02 Sekunden
3. Marco Büchel LIE 1:36,66 +0,04
4. Didier Defago SUI 1:36,84 +0,22
5. Erik Guay CAN 1:36,86 +0,24
6. Patrick Staudacher ITA 1:36,91 +0,29
7. Benjamin Raich AUT 1:36,92 +0,30
8. Hermann Maier AUT 1:37,08 +0,46
9. Jan Hudec CAN 1:37,12 +0,50
10. Hannes Reichelt AUT 1:37,15 +0,53
11. Christoph Gruber AUT 1:37,22 +0,60
12. Stephan Görgl AUT 1:37,29 +0,67
13. Mario Scheiber AUT 1:37,42 +0,80
14. Michael Walchhofer AUT 1:37,43 +0,81
15. Walter Girardi ITA 1:37,59 +0,97
16. Andrej Jerman SLO 1:37,62 +1,00
17. Ambrosi Hoffmann SUI 1:37,63 +1,01
   . John Kucera CAN 1:37,63 +1,01
19. Georg Streitberger AUT 1:37,75 +1,13
20. Christof Innerhofer ITA 1:37,91 +1,29
21. Peter Fill ITA 1:37,94 +1,32
   . Silvan Zurbriggen SUI 1:37,94 +1,32
23. Scott Macartney USA 1:38,04 +1,42
24. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:38,41 +1,79
25. Alek Glebov SLO 1:38,43 +1,81
26. Thomas Lanning USA 1:38,64 +2,02
27. Marco Sullivan USA 1:38,75 +2,13
28. Werner Heel ITA 1:38,82 +2,20
29. Olivier Brand SUI 1:39,04 +2,42
30. Alex Happacher ITA 1:39,16 +2,54

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